Ticketpreise sinken

Ryanair sagt Luftfahrtbranche wegen Corona harten Preiskampf voraus


Ryanair sagt Luftfahrtbranche wegen Corona harten Preiskampf voraus

Europas größter Billigflieger Ryanair rechnet beim Ringen um die Passagiere in der Corona-Krise mit einer Preisschlacht unter den Fluggesellschaften.

Werte in diesem Artikel
Aktien

7.83 EUR 0.08 EUR 0.98 %

5.07 EUR 0.06 EUR 1.12 %

7.73 EUR 0.18 EUR 2.41 %

23.09 EUR 0.09 EUR 0.39 %

12.16 EUR 0.12 EUR 1.00 %

Die Ticketpreise dürften "unglaublich sinken", sagte Ryanairs Marketing- und Digitalchef Dara Brady in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Touristik-Fachzeitschrift "FVW". "Es wird im nun anstehenden Kampf um die Passagiere wieder Flüge für fünf Euro geben." Nach seiner Einschätzung dürfte die schwierige Lage in der Coronavirus-Pandemie weitere Fluggesellschaften vom Markt verdrängen: "Schwache, kleine Airlines werden diese Krise nicht überstehen können."

Werbung

Ryanair-Manager hatten bereits vor der Krise immer wieder gesagt, dass es in Europa mittelfristig nur noch vier bis fünf große Airlines geben dürfte. "Covid-19 wird diesen Konsolidierungsprozess beschleunigen", sagte Brady nun. Neben Ryanair haben aus seiner Sicht die Konzerne Lufthansa, Air France-KLM und die British-Airways-Mutter IAG die besten Aussichten. Aus Bradys Sicht könnten die Billigflieger easyJet und Wizz Air unter Umständen sogar zu Übernahmekandidaten werden.

Während andere Fluggesellschaften wie Condor und die Lufthansa-Tochter Eurowings ihren Kunden wegen der Pandemie die Buchung eines freien Mittelsitzes anbieten, hält Brady ein solche Offerte für Unsinn. Die Ansteckungsgefahr minimiere sich nicht, wenn der Mittelsitz frei bleibe. "Was die Leute wollen, sind sichere Flüge, möglichst wenig Kontakt zu Mitreisenden - und das zu günstigen Preisen", sagte er.

Eurowings-Chef Jens Bischof hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass die Ticketpreise bei der Lufthansa-Tochter zuletzt weitgehend etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben seien. Ab September sollen Eurowings-Kunden schon bei der Ticketbuchung einen freien Mittelsitz hinzukaufen können. Außerdem sollen sie künftig bereits im Basistarif Pakete mit erweiterten Umbuchungsmöglichkeiten erwerben können.

Werbung

Dass Regierungen in Europa nach der Aufhebung der meisten Reisebeschränkungen Mitte Juni inzwischen immer neue Reisewarnungen für einzelne Regionen aussprechen, macht Airlines wie Eurowings und Ryanair zu schaffen. "Sobald die Regierungen neue Quarantäneregeln für bestimmte Länder bekannt geben, sehen wir, wie die Nachfrage für diese Länder dramatisch sinkt", sagte Brady. Deshalb haben die Iren ihr geplantes Flugangebot für die kommenden Monate wieder um etwa 20 Prozent gekürzt.

/stw/knd/he

HAMBURG/DUBLIN (dpa-AFX)

Bildquellen: Markus Mainka / Shutterstock.com

Aktuelle Lufthansa Aktie News

Werbung

Lufthansa Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Lufthansa nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
24.09.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
04.09.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.08.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.