Überlegung: Künftig mehr europäische Raketen ins All?


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BREMEN (dpa-AFX) - Der Konzern ArianeGroup erwägt, künftig mehr europäische Trägerraketen ins All zu schicken. "Es gibt schon Diskussionen und Überlegungen, was der nächste Schritt wäre", sagte Pierre Godart, Geschäftsführer der ArianeGroup in Deutschland, bei einem Besuch des Bremer Werks. Noch stünden jedoch keine konkreten Zahlen oder Zeitangaben fest.

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Die Rakete Ariane 6 ist entscheidend für Europas Unabhängigkeit im All, denn mit ihr kann Europa eigenständig größere Satelliten in den Weltraum bringen.

Wie geht es mit den Raketen weiter?

Dieses Jahr sollen sieben bis acht Trägerraketen starten. Damit hat der Konzern sein aktuelles Ziel von rund zehn Starts pro Jahr fast erreicht, 2027 könnte es nach eigenen Angaben so weit sein.

Wie es danach weitergeht, wird aktuell mit den rund 600 beteiligten Unternehmen und Zuliefern abgestimmt. "Wir diskutieren: Können wir das steigern? Ist das nachhaltig?", sagte Godart. Wenn mehr Raketen gebaut werden sollen, müsste das für die komplette Lieferkette dauerhaft stemmbar sein. "Denn es nützt nichts zu sagen: Ich mache ein Jahr lang 15 oder 20, und dann geht es wieder zurück auf neun."

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Wann die nächste Trägerrakete startet

Die nächste Trägerrakete Ariane 6 soll am Dienstag ins All fliegen. Sie wird vormittags am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana starten - erneut mit 32 Satelliten für den Internetriesen Amazon an Bord.

Geplant sind 18 solcher Starts, wie beide Konzerne mitteilten. Der erste Flug Anfang Februar verlief demnach reibungslos. Die europäische Trägerrakete flog dabei erstmals in ihrer stärksten Version mit vier Feststoff-Boostern ins All.

Wo die Rakete gebaut wird

Die Ariane 6 befördert Satelliten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber ins All. Je nach Mission kann die Rakete mit zwei oder mit vier Boostern ausgestattet werden. Mehr Booster bedeuten mehr Schub, was für den Start schwererer Lasten oder das Erreichen höherer Umlaufbahnen notwendig ist.

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Am Bau der Ariane 6 sind gut ein Dutzend Länder aus ganz Europa beteiligt. Die Oberstufe wird in Bremen montiert, die Tanks der Oberstufe und Teile des Triebwerks kommen aus Augsburg beziehungsweise Ottobrunn bei München. Im baden-württembergischen Lampoldshausen bei Heilbronn wird das Vinci-Triebwerk getestet./miu/DP/nas

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