Ukraine-Krieg im Blick

Shell-Aktie fester: Shell schränkt Handel mit Heizöl und Diesel an deutsche Großkunden ein - Rückzug aus Russland-Geschäft


Shell-Aktie fester: Shell schränkt Handel mit Heizöl und Diesel an deutsche Großkunden ein - Rückzug aus Russland-Geschäft

Der Ölkonzern Shell hat wegen der angespannten Marktlage den Verkauf von Heizöl, Diesel und anderen Produkten an einige Großkunden in Deutschland vorerst eingeschränkt.

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Das geht aus einem Schreiben von Shell Deutschland vom Montag hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Als Grund werden darin "massive Verwerfungen und Verknappungen auf den Energiemärkten" infolge des Kriegsausbruchs in der Ukraine, der folgenden Sanktionen und der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemieflaute genannt. Zunächst hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

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Um weiterhin vertraglich zugesagte Verpflichtungen erfüllen zu können, schränke man den sogenannten Spotverkauf ein - also den aktuellen Verkauf von Öl, Diesel und anderen Produkten ohne vorherige Vereinbarungen. Man setze alle Hebel in Bewegung, "die Lieferketten bestmöglich zu stabilisieren", es sei jedoch schwer absehbar, wie sich die Lage entwickle, hieß es. Eine Sprecherin des Unternehmens wollte die Entwicklung auf Anfrage zunächst nicht kommentieren.

Shell will kein russisches Erdöl und Gas mehr kaufen

Der Ölkonzern Shell will künftig kein Erdöl und Gas mehr aus Russland kaufen. Man wolle mit sofortiger Wirkung aufhören, russisches Erdöl auf dem Spotmarkt, also kurzfristig, zu kaufen und bestehende Verträge nicht erneuern, teilte der Konzern mit Sitz in London am Dienstag mit. Außerdem sollen alle Tankstellen in Russland geschlossen und andere Geschäftsaktivitäten dort aufgegeben werden, auch dieser Prozess soll direkt eingeleitet werden.

Außerdem will Shell in Abstimmung mit involvierten Regierungen "so schnell wie möglich" russisches Erdöl aus den eigenen Lieferketten entfernen, allerdings wird dies nach Angaben des Unternehmens mehrere Wochen dauern und zu Engpässen in einigen Raffinerien führen. Auch das Geschäft mit russischem Pipeline-Gas sowie Flüssiggas soll Stück für Stück zurückgefahren werden. Dabei sei man jedoch auf die Zusammenarbeit mit Regierungen und Energieversorgern angewiesen, betonte Shell.

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"Diese gesellschaftlichen Herausforderungen zeigen das Dilemma, Druck auf die russische Regierung wegen ihrer Gräueltaten in der Ukraine auszuüben und gleichzeitig eine stabile, sichere Energieversorgung in Europa zu gewährleisten", sagte Shell-Chef Ben van Beurden einer Mitteilung zufolge. Darin entschuldigte sich der Konzern auch dafür, noch in der vergangenen Woche nach Ausbruch des Krieges eine Fracht Erdöl aus Russland gekauft zu haben. Man wolle die Gewinne daraus humanitären Zwecken zugutekommen lassen, hieß es.

Shell-Aktien notierten in London zuletzt 2,95 Prozent höher bei 20,40 GBP.

(dpa-AFX / Dow Jones Newswires)

Bildquellen: ksl / Shutterstock.com, Semmick Photo / Shutterstock.com

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25.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Neutral UBS AG
24.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Sector Perform RBC Capital Markets
14.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Buy Jefferies & Company Inc.
11.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Buy Goldman Sachs Group Inc.
08.09.26 Shell (ex Royal Dutch Shell) Overweight JP Morgan Chase & Co.

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