Ukraine: Offizier beauftragte Mord an Zivilisten


KIEW (dpa-AFX) - In der Ukraine soll ein ranghoher Ex-Offizier Soldaten seiner Einheit zur Entführung und Ermordung zweier Zivilisten angestiftet haben. Der ehemalige Kommandeur der 155. mechanisierten Brigade wurde in Kiew festgenommen, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj auf dem Portal X mitteilte. Bislang gebe es in dem aufsehenerregenden Fall zehn Festnahmen.

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Die Opfer stammten demnach aus dem Ort Kalyniwka bei Kiew, der Offizier hatte privat Streit mit ihnen. Sie wurden entführt und im Gebiet Poltawa getötet. "Dieser Fall geht über einen einzelnen Ort oder die Region Kiew hinaus", schrieb Selenskyj. "Es ist für das ganze Land wichtig, die vollständige Wahrheit herauszufinden und alle Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen."

Mehrere Skandale in der Armee

Der ukrainischen Armee fehlen im Abwehrkampf gegen Russland Soldaten. Sie ist zuletzt von mehreren Skandalen erschüttert worden. Im Sturmregiment "Skelja" sollen etwa zwei Dutzend Rekruten durch Misshandlungen ums Leben gekommen sein. Der jetzt festgenommene Offizier führte zeitweise auch dort das Kommando.

Nach dem Bombenanschlag auf einen reichen ukrainischen Geschäftsmann in Monaco wurde die Tatverdächtige in der Ukraine erschossen. Die mutmaßlichen Täter sind Offiziere des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR./fko/DP/stw

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