Umsatzeinbußen

Corona-Krise vermiest Bilanz der DAX-Konzerne - Autobranche schwach

13.08.20 13:05 Uhr

Corona-Krise vermiest Bilanz der DAX-Konzerne - Autobranche schwach | finanzen.net

Die Corona-Pandemie hat die Geschäfte der DAX-Konzerne im zweiten Quartal schwer getroffen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

51,14 EUR -2,04 EUR -3,84%

60,20 EUR -0,62 EUR -1,02%

32,36 EUR 0,66 EUR 2,07%

254,30 EUR 5,50 EUR 2,21%

Indizes

25.817,9 PKT 38,6 PKT 0,15%

Vor allem wegen der Krise der Autobranche fiel der Umsatz der größten Börsenunternehmen insgesamt um 13 Prozent auf 283 Milliarden Euro, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Ohne die Übernahme des Energiekonzerns innogy durch den Versorger E.ON und die Fusion von T-Mobile mit Sprint wären die Erlöse noch stärker gefallen: Dann hätte sich ein Umsatzminus von 17 Prozent ergeben, heißt es in dem Papier von Donnerstag. Bei der Umsatzanalyse wurde die Deutsche Bank nicht berücksichtigt.

Besonders die konjunkturabhängige Autobranche litt unter der Corona-Krise: BMW, Daimler, Volkswagen (VW) und Continental verzeichneten insgesamt einen Umsatzeinbruch von 32 Prozent. Zwölf Konzerne konnten EY zufolge hingegen ihre Erlöse trotz der Pandemie steigern: Neben Eon und Deutsche Telekom waren das die Deutsche Börse, Munich Re (Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft) und Vonovia .

"Die Pandemie hat gerade Industrieunternehmen massiv getroffen", sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Werkschließungen und der Lockdown in vielen Ländern hätten zu enormen Einbußen geführt.

Noch stärker als die Umsätze fiel der operative Gewinn (Ebit) der Dax-Konzerne: Er sank in Summe um 97 Prozent oder 23,5 Milliarden auf 750 Millionen Euro. In der Studie fehlt der insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard, der keine Zahlen vorlegte. Grund für den Gewinneinbruch war aber nicht nur die Corona-Krise, sondern auch Rechtsstreitigkeiten. Bayer etwa schrieb wegen Rückstellungen im Glyphosatstreit mit US-Klägern im zweiten Quartal Milliardenverluste.

Einen noch geringeren Betriebsgewinn als von April bis Juni hatten die Dax-Konzerne zuletzt im dritten Quartal 2002 ausgewiesen, so EY. Selbst in und nach der weltweiten Finanzkrise ab 2007 erzielten die Konzerne in Summe immer zweistellige Milliardengewinne.

Meyer erwartet indes eine Erholung im Herbst: "Die Stimmung in der Wirtschaft hat sich zuletzt spürbar verbessert, die Auftragseingänge machen Mut, der befürchtete Einbruch auf dem Arbeitsmarkt ist bislang ausgeblieben." Auch hätten die Dax-Konzerne sich für die Krise gerüstet und ihre Liquidität auf 136 Milliarden Euro aufgestockt.

/als/DP/jha

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag

Nachrichten zu Bayer

Analysen zu Bayer

DatumRatingAnalyst
09:16Bayer BuyGoldman Sachs Group Inc.
02.07.2026Bayer BuyDeutsche Bank AG
26.06.2026Bayer KaufenDZ BANK
26.06.2026Bayer BuyUBS AG
26.06.2026Bayer OverweightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
09:16Bayer BuyGoldman Sachs Group Inc.
02.07.2026Bayer BuyDeutsche Bank AG
26.06.2026Bayer KaufenDZ BANK
26.06.2026Bayer BuyUBS AG
26.06.2026Bayer OverweightBarclays Capital
DatumRatingAnalyst
26.06.2026Bayer HoldJefferies & Company Inc.
18.06.2026Bayer HoldJefferies & Company Inc.
12.06.2026Bayer HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
29.05.2026Bayer HoldJefferies & Company Inc.
13.05.2026Bayer HoldDeutsche Bank AG
DatumRatingAnalyst
18.02.2026Bayer VerkaufenDZ BANK
31.10.2019Bayer VerkaufenIndependent Research GmbH
21.08.2019Bayer VerkaufenIndependent Research GmbH
01.08.2019Bayer VerkaufenIndependent Research GmbH
28.06.2019Bayer VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bayer nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen