Unicredit bereitet sich auf Kontrollübernahme bei der Commerzbank vor


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Von Adria Calatayud

DOW JONES--Die italienische Unicredit will kurz nach der behördlichen Genehmigung ihres Angebots die Kontrolle über die Commerzbank übernehmen. CEO Andrea Orcel skizzierte am Donnerstag seine Pläne für eine stärkere Angleichung zwischen der Commerzbank und der deutschen Unicredit-Tochter HVB während einer Übergangszeit von bis zu drei Jahren, bevor eine vollständige Fusion angestrebt wird.

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Unicredit hat kürzlich ein Übernahmeangebot abgeschlossen, mit dem sie fast die Mehrheit an der Frankfurter Bank erreicht hat. Orcel bereitet die nächste Phase seiner langjährigen Kampagne zur Übernahme der Commerzbank vor, die zum größten Bankendeal in Europa seit der Finanzkrise 2008 werden könnte.

Die behördliche Genehmigung für das Angebot wird im vierten Quartal erwartet, so Orcel. Sobald dies geschehen ist, beabsichtige Unicredit, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Kontrolle auszuüben und mit der Umsetzung ihres Plans für die Commerzbank zu beginnen, sagte Orcel. Bis dahin suche Unicredit den Dialog mit der deutschen Regierung, den Führungsgremien der Commerzbank, Arbeitnehmervertretern und anderen Stakeholdern, fügte er hinzu.

"Es gibt eine klare Chance, eine stärkere Commerzbank, eine stärkere Unicredit und eine stärkere paneuropäische Bankengruppe für Europa zu schaffen", sagte Orcel gegenüber Analysten während einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen.

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Der Plan umfasst Investitionen in Höhe von 2,2 Milliarden Euro, um das nachzuholen, was Orcel als unzureichende Investitionen der Commerzbank in den vergangenen Jahren zur kurzfristigen Ergebnissteigerung bezeichnete. Er warnte, die Investition könnte die Profitabilität und die Aktionärsrenditen bei der Commerzbank beeinträchtigen, auch in diesem Jahr.

Unicredit gehe davon aus, die Strategie der Commerzbank ab Anfang nächsten Jahres vorzugeben, und wäre in der Lage, bei Bedarf eine Aktionärsabstimmung einzuberufen, um ihre Kontrolle auszuüben, sagte Orcel.

"Wir sind davon überzeugt, dass wir die Banken zwei oder drei Jahre lang getrennt halten müssen, bevor wir irgendetwas tun", sagte Orcel. "Um es klar zu sagen: Selbst wenn wir einen höheren Anteil hätten, würden wir nicht früher fusionieren."

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Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

July 23, 2026 08:22 ET (12:22 GMT)

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06.08.26 Commerzbank Neutral JP Morgan Chase & Co.

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