US-Handelsbilanzdefizit

Lufthansa-Aktie in Grün: Lufthansa erwägt offenbar Boeing-Käufe über Schweiz zur Zollentschärfung


Lufthansa-Aktie in Grün: Lufthansa erwägt offenbar Boeing-Käufe über Schweiz zur Zollentschärfung

Der deutsche Lufthansa-Konzern erwägt den Erwerb neuer Boeing-Flugzeuge aus den USA über die Schweiz.

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Damit sollen das US-Handelsbilanzdefizit mit der Schweiz verringert und drohende Strafzölle abgewendet werden, wie der "Tages-Anzeiger" am Mittwoch berichtete.

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Swiss-Chef Jens Fehlinger traf sich vergangene Woche in Washington mit Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter und Wirtschaftsminister Guy Parmelin, um mit US-Regierungsvertretern wie Außenminister Marco Rubio über mögliche Lösungen zu sprechen. Die Swiss bestätigte der Nachrichtenagentur AWP entsprechende Informationen.

"Die Gespräche betrafen insbesondere die Rahmenbedingungen für die Einfuhr von Flugzeugen sowie mögliche Optionen für den Lufthansa-Konzern, für Swiss, aber auch für die USA und amerikanische Unternehmen", sagte ein Swiss-Sprecher. Angaben zu den Inhalten dieser Überlegungen und zu den Verhandlungen selbst blieben den zuständigen Regierungsbehörden vorbehalten.

Auf Anfrage von AWP äußerte sich die Lufthansa nicht näher, betonte jedoch, man sei "grundsätzlich klar an einer langfristigen wirtschaftlichen Erfolgsbilanz von Swiss interessiert". Flottenkäufe würden vom Lufthansa-Konzern in enger Zusammenarbeit mit den Fluggesellschaften getätigt.

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Laut dem Zeitungsbericht sieht der Plan vor, dass rund 100 Boeing-Maschinen im Wert von 21 Milliarden Franken, die der Lufthansa-Konzern in den nächsten sieben Jahren erwartet, nicht wie bisher über Leasingfirmen in Tiefsteuergebieten wie Malta oder Irland beschafft, sondern über die Schweiz abgewickelt werden.

Direkte Auswirkungen auf die Swiss-Flotte hätte dies nicht, wie es im Bericht heißt. Die Jets würden für andere Lufthansa-Airlines fliegen. Die Maßnahme könnte helfen, das Handelsdefizit zwischen der USA und der Schweiz optisch zu senken, ohne dass zusätzliche Boeing-Flugzeuge gebaut werden. Lufthansa hatte den Schritt schon früher in Betracht gezogen, um mögliche EU-Gegenzölle zu umgehen.

Via XETRA kletterte die Lufthansa-Aktie letztlich um 0,99 Prozent auf 8,14 Euro.

/to/ra/AWP/jha

ZÜRICH (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Bocman1973 / Shutterstock.com

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24.09.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
04.09.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
20.08.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.08.26 Lufthansa Underweight Barclays Capital
05.08.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.

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