US-Produkte wie Whiskey und Jeans könnten teurer werden


Werte in diesem Artikel
Aktien

18.89 EUR 0.23 EUR 1.23 %

21.05 EUR -0.43 EUR -2.00 %

17.26 EUR -0.06 EUR -0.35 %

60.06 EUR 1.96 EUR 3.37 %

BERLIN (dpa-AFX) - Erdnussbutter, Whiskey, Orangensaft: Verbraucher in Deutschland müssen für einige amerikanische Produkte im Supermarkt bald womöglich tiefer in die Tasche greifen. Grund dafür sind die geplanten EU-Extrazölle. Es sei davon auszugehen, dass die höheren Kosten anteilig an die Kunden weitergegeben werden, sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Dirk Jandura. Im Handel seien die Margen so gering, dass dies nicht von den Unternehmern aufgefangen werden könne.

Werbung

Als Reaktion auf die in Kraft getretenen US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte hat die EU Gegenmaßnahmen angekündigt. So sollen ab April in einem ersten Schritt wieder Extrazölle auf die Einfuhr von Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote, Orangensaft, Erdnussbutter, Soja sowie zahlreiche weitere amerikanische Produkte fällig werden. Die Höhe variiert je nach Warengruppe. Auf in den USA produzierte Harley-Davidson-Motorräder liegen die zusätzlichen Zölle etwa bei 50 Prozent, bei Videospielkonsolen bei 10 Prozent, bei anderen bei 25 Prozent.

Einfuhrzölle wirkten sich teilweise auf die Verbraucherpreise aus, sagte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Björn Fromm. "Das ist Gift in der gegenwärtigen Lage. Handel und Verbraucher profitieren vom freien Warenverkehr. Handelskriege kennen am Ende immer nur Verlierer."

Modeverband: USA kein wichtiges Herstellerland für Jeans

Bereits in der ersten Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Donald Trump hatte die EU zuvor verhängte US-Abgaben auf Produkte aus Europa mit eigenen Extrazöllen gekontert. Auch damals war unter anderem Bourbon-Whiskey betroffen. Anschließend verteuerten sich entsprechende Produkte in Europa. Die Whisky-Exporte in die EU seien daraufhin zwischen 2018 und 2021 um 20 Prozent zurückgegangen, heißt es aus Handelskreisen. Die EU gilt als größter Exportmarkt für US-Whiskeys.

Werbung

Bei Jeans hält der Modeverband Deutschland die Auswirkungen für überschaubar. Auf dem Jeans-Markt hierzulande spielten Produkte, die direkt aus den USA kommen, keine große Rolle, sagte eine Sprecherin. Die wichtigsten Herstellerländer seien China, Bangladesch und die Türkei. Der Einfuhrwert für Jeans aus den USA nach Deutschland lag 2024 laut Statistischem Bundesamt nur bei gut drei Millionen Euro.

Mitte April sollen nach Abstimmung mit den Mitgliedstaaten noch weitere EU-Extrazölle folgen. Diese könnten auch aus den USA importierte Agrarprodukte wie Geflügel, Rindfleisch, bestimmte Meeresfrüchte, Nüsse, Eier, Milchprodukte, Zucker und Gemüse treffen./cr/DP/mis

Aktuelle Pernod Ricard Aktie News

Werbung

Pernod Ricard Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Pernod Ricard nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
29.05.26 Pernod Ricard Neutral UBS AG
29.05.26 Pernod Ricard Neutral UBS AG
16.04.26 Pernod Ricard Sector Perform RBC Capital Markets
16.04.26 Pernod Ricard Sector Perform RBC Capital Markets
16.04.26 Pernod Ricard Buy Jefferies & Company Inc.

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.