Verband: Pandemie stoppt Anstieg der Wohnimmobilienpreise bislang nicht


Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die Wohnimmobilienpreise steigen in Deutschland weiter deutlich an, während die Preisdynamik bei Gewerbeimmobilien angesichts der Coronavirus-Pandemie inzwischen deutlich geringer ist. Das geht aus neuen Daten des Verbands deutscher Pfandbriefbanken hervor, der seinen Immobilienpreisindex veröffentlichte. Der Index kletterte im dritten Quartal 2020 insgesamt auf 169,6 Punkte und erreichte damit einen neuen Höchststand. Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe sich der auf Basis echter Transaktionsdaten für den gesamtdeutschen Markt ermittelte Index um 6,1 Prozent erhöht, teilte der Verband mit.

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Verglichen mit dem ersten Quartal 2020, das von der Coronavirus-Pandemie noch weitgehend unbehelligt gewesen sei, habe der Index als Folge einer weiterhin positiven Entwicklung der Wohnimmobilienpreise um 2,7 Prozent zugenommen. "Insgesamt konnte die Covid-19-Pandemie die seit zehneinhalb Jahren anhaltende Aufwärtsentwicklung bei den Immobilienpreisen bislang nicht stoppen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Jens Tolckmitt. Zugleich betonte er aber deutliche Unterschiede bei den einzelnen Objektklassen. "Während sich Wohnimmobilien weiterhin verteuern, ist die Preisdynamik bei Gewerbeimmobilien zum Erliegen gekommen", sagte er.

Im dritten Quartal erhöhten sich laut den Angaben die Preise für Wohnimmobilien verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent, die für Gewerbeimmobilien hingegen nur um 2,6 Prozent. Von den mit der Pandemie einhergehenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens seien vor allem Branchen wie Kultur, Hotels, Gastronomie und Einzelhandel betroffen - mit entsprechend dämpfenden Auswirkungen auf die Gewerbeimmobilienpreise. Vor diesem Hintergrund werde für das vierte Quartal erwartet, "dass die Schere zwischen der Entwicklung der Wohn- und Gewerbeimmobilienpreise noch weiter auseinandergehen wird".

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

November 10, 2020 03:35 ET (08:35 GMT)

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