Vergleich mit US-Regierung

RWE-Aktie gesucht: Rückzug aus US-Windkraftprojekten


RWE-Aktie gesucht: Rückzug aus US-Windkraftprojekten

Der deutsche Energiekonzern RWE zieht sich wegen des Widerstands der US-Regierung aus allen Windkraftprojekten vor den Küsten der Vereinigten Staaten zurück.

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Die US-Offshore-Tochter des deutschen Unternehmens schloss dazu einen Vergleich mit dem US-Innenministerium. RWE erhält von der US-Regierung 1,22 Milliarden US-Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) und gibt im Gegenzug alle Ansprüche gegenüber den Vereinigten Staaten auf. Zudem werden die Offshore-Wind-Pachten vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgegeben. RWE hatte diese 2022 erworben. Damals war noch der Demokrat Joe Biden US-Präsident. Dieser hatte den Ausbau der Windkraft gefördert. Sein Nachfolger Donald Trump hält nichts von Windenergie. Deshalb hielten die Regierung und Behörden diverse Windkraftprojekte mit politischen und rechtlichen Auflagen auf.

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"Nach sorgfältiger Abwägung wurde festgestellt, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist", teilte RWE am Donnerstag mit. Das Unternehmen sehe in der Einigung den besten Weg, die Interessen seiner Stakeholder zu wahren und Ressourcen auf Energieprojekte mit verlässlicher Umsetzungsperspektive zu konzentrieren.

Die Einigung ermöglicht es RWE nach eigenen Angaben, das Kapital anderweitig einzusetzen. So beteiligt sich der Konzern unter anderem mit 900 Millionen Euro an einem Flüssiggasprojekt in Louisiana und will das Geschäft mit Gaskraftwerken in den USA für 300 Millionen US-Dollar ausbauen. Darüber hinaus plant RWE Americas in den kommenden sechs Jahren Investitionen von rund 17 Milliarden Euro in den USA, um die Erzeugungskapazität von derzeit rund 13 Gigawatt in 27 Bundesstaaten bis 2031 auf 22 Gigawatt auszubauen. Allein 2025 nahm RWE in den USA nach Unternehmensangaben 2 Gigawatt neue Stromerzeugungskapazität in Betrieb.

Das Offshore-Windgeschäft außerhalb der USA will der Konzern derweil weiter vorantreiben. RWE betreibt nach eigenen Angaben derzeit 18 Offshore-Windparks, baut vier weitere und entwickelt zusätzliche Projekte. Hinzu kommen 6,9 Gigawatt gesicherte Kapazität aus der jüngsten Ausschreibungsrunde für Offshore-Wind in Großbritannien.

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Anleger reagierten erfreut. Die RWE-Aktie stieg via XETRA um 2,17 Prozent auf 56,48 Euro.

/zb/he

AUSTIN/ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: rafapress / Shutterstock.com, Andre Laaks, RWE

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Datum Rating Analyst
25.09.26 RWE Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
14.09.26 RWE Buy UBS AG
10.09.26 RWE Overweight JP Morgan Chase & Co.
09.09.26 RWE Buy Jefferies & Company Inc.
01.09.26 RWE Buy Goldman Sachs Group Inc.

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