Verkaufsempfehlung

K+S-Aktie stabil: Branche bleibt laut Baader unter Druck


K+S-Aktie stabil: Branche bleibt laut Baader unter Druck

Eine Verkaufsempfehlung durch die Baader Bank hat die Aktien von K+S am Freitag im freundlichen Gesamtmarkt belastet.

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Sie fielen am Freitag zunächst auf den letzten Platz im Index der mittelgroßen Börsenwerte, dem MDAX. Zum Ende der Freitagssitzung notierte das Papier unbewegt bei 10,66 Euro. Das in der laufenden Woche erreichte Tief seit Mai 2021 bei 10,43 Euro rückt damit näher.

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Analyst Konstantin Wiechert von der Baader Bank mahnt zur Vorsicht. Er verweist auf ein schwieriges Geschäftsumfeld. Eher geringe Preise für Feldfrüchte und höhere Kosten für Landwirte schränkten deren Düngerbudget ein, erklärt der Analyst. Zudem gebe es weltweit ein reichliches Kaliangebot, was die Preismacht der Produzenten begrenze. Dieses Umfeld dürfte sich so schnell nicht ändern. Anleger sollten sich daher erst einmal zurückhalten. Er sieht noch größere Kursrisiken und kappte das Kursziel für K+S von 18,00 auf 7,50 Euro. Die Aktien stufte er in der Folge von "Add" auf "Sell" ab. Damit befürchtet der Experte einen Kursrückschlag bis auf das Niveau von Ende 2020.

UBS-Analysten Priyanka Patel hatte sein Kursziel für K+S zum Wochenstart von 12 auf 10 Euro gesenkt und seine Verkaufsempfehlung bekräftigt. Da die Profitabilität der Landwirte in den vergangenen Wochen angesichts des Rückgangs der Preise für Feldfrüchte gefallen sei, sieht er Risiken für den Kalipreis.

Neben einem eher schwachen Marktumfeld für Kalidünger hatten jüngst auch Sorgen hinsichtlich der Folgen eines Arbeitskampfes bei der kanadischen Eisenbahn belastet. K+S produziert dort im Werk Bethune Kali. Ein Arbeitskampf behindert den Transport zum Hafen. K+S hat einen gewissen Vorrat an verschiffbaren Beständen, der laut einem Sprecher für ein bis zwei Wochen reichen würde, sodass ein Arbeitskampf keine unmittelbaren Auswirkungen hätte. Mittlerweile hat sich zudem die kanadische Regierung eingeschaltet und die Streitparteien zu einem Schlichtungsverfahren verpflichtet, wie der "Calgary Herald" berichtet. Damit gehe der Bahnbetrieb erst einmal weiter.

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Im Frühjahr 2022 hatte der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine noch Bedenken über die weltweite Kaliversorgung geweckt, da Russland und Belarus große Kaliproduzenten sind. Für den K+S-Kurs ging es in der Folge bis auf mehr als 36 Euro steil nach oben, seither aber auch wieder beständig nach unten. Russland exportiert sein Kali in andere Länder, auf den Weltmarkt bezogen, ist das Angebot also vorhanden.

/mis/ck/jha/

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FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: K+S

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Datum Rating Analyst
28.09.26 K+S Sell Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
23.09.26 K+S Kaufen DZ BANK
04.09.26 K+S Equal Weight Barclays Capital
14.08.26 K+S Underperform Jefferies & Company Inc.
13.08.26 K+S Kaufen DZ BANK

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