Vossloh: Ein gefährliches Szenario

18.05.26 10:45 Uhr

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Dividendenerhöhung und geplanter Zukauf: Bei Vossloh läuft es operativ rund. Ungeachtet dessen ist die Aktie in eine gefährliche Chartkonstellation geschlittert.

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Aktien

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Nur eine Woche nach der Hauptversammlung, auf der eine Erhöhung der Dividende auf 1,15 Euro je Aktie (zuvor: 1,10 Euro je Aktie) beschlossen wurde, kündigte der Bahn-Infrastrukturdienstleister Vossloh die Übernahme der britischen Cordel Group an. Das Angebot an die Cordel-Aktionäre soll 12,4 Pence je Aktie betragen und wäre damit insgesamt 33 Mio. Euro wert. Das Cordel-Management beabsichtigt, den Aktionären die Annahme der Offerte zu empfehlen.

Technisch brisant

Das hört sich zunächst recht gut an. Zumal Vossloh mit dem Zukauf verstärkt auf digitale Bahn-Lösungen setzen will, was den Eintritt in neue Märkte und Regionen beschleunigen soll. Weniger erfreulich gestaltet sich unterdessen die Charttechnik. Nachdem ein Frieden am Golf wieder in weite Ferne gerückt ist, hat auch das Vossloh-Papier wieder den Rückwärtsgang eingelegt.

68 Euro im Blick

Mit rund 68 Euro befindet sich die Aktie nun an einer wichtigen Unterstützungsmarke. Der einstige Widerstand aus dem April 2025 fungierte bereits im November 2025 als wichtiger Halt, um den dynamischen Abwärtstrend von September bis Ende November 2025 zu stoppen. Und auch im März 2026 war für die Abwärtsbewegung hier Endstation. Im Dreijahreschart fällt allerdings auf, dass die Hochpunkte aus September 2025, Februar 2026 und Mai 2026 stets unter dem vorhergehenden Hoch gelegen haben.

Fazit

Die Ausbildung eines absteigenden Dreiecks ist im Vossloh-Chart in vollem Gange. Den sinkenden Hochpunkten steht die Unterstützung bei rund 68 Euro entgegen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Aktie zunächst noch einmal von der Unterstützung nach oben läuft. Diese Gegenbewegung sollte dann aber bei rund 75/76 Euro stoppen. Bis es zur endgültigen Ausbildung des abwärts gerichteten Dreiecks kommt, kann es noch Wochen oder sogar Monate dauern. Bedingt durch die angespannte geopolitische Lage sind daher kurzfristige Absacker unter 68 Euro nicht auszuschließen.

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Erstellung am 18.5.26 um 9:12 Uhr.

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