Vossloh: Wie weit geht es noch abwärts?

28.04.26 08:13 Uhr

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Vossloh ist im ersten Quartal 2026 bei Umsatz und EBITDA stark gewachsen. Der genaue Blick auf den Quartalsbericht dämpft die Euphorie dann aber doch ein wenig.

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Am Ende war es, wie an dieser Stelle bereits vorab angekündigt: Bei Bekanntgabe der Q1-Zahlen zeigte die Vossloh-Aktie in den ersten Handelsstunden eine überaus hohe Volatilität. Die Schwankungsbreite erreichte dabei fast 10 Prozent, was zumindest für Vossloh eher eine Ausnahme darstellt. Besser jedoch konnten Investoren es nicht ausdrücken, dass das Zahlenwerk durchaus Interpretationsspielraum bot.

Rotes Startquartal

Nach etwas Hin und Her setzte das Papier schließlich den zwei Tage vor Veröffentlichung der Zahlen eingeschlagenen Weg fort – und sackte weiter ab. Denn dem Umsatzanstieg um über 25 Prozent auf 314,6 Mio. Euro und dem EBITDA-Zuwachs um rund 12 Prozent auf 24,7 Mio. Euro stand ein negatives Konzernergebnis im Startquartal gegenüber. Bedingt durch Kaufpreisallokationen im Rahmen der Sateba-Übernahme sank das Nettoergebnis demnach auf minus 5,7 Mio. Euro (Q1 2025: 6,9 Mio. Euro).

Tiefschwarzes Gesamtjahr

Das war dann aber noch nicht alles: Der starke Umsatzzuwachs relativiert sich durch die schwache Vorjahresbasis und die erstmalige Vollkonsolidierung von Sateba. Wenngleich das Nettoergebnis im Gesamtjahr tiefschwarz ausfallen dürfte, ist die Bewertung – zumindest auf KGV-Basis – ambitioniert. Gemessen an dem aktuellen Aktienkurs von knapp 73 Euro liegt dieses bei über 20.

Fazit

Die Q1-Zahlen lieferten nicht den Impuls, um das Papier wieder in Richtung des Jahreshochs bei knapp 86 Euro zu hieven. Vielmehr setzte sich die technische Erholung fort. Ob das Papier im Bereich um 72/73 Euro an der Unterstützung aus dem zweiten Quartal 2025 dreht oder ob es zunächst noch weiter abwärts geht, zeigen die kommenden Handelstage. Im negativen Szenario könnte die Aktie noch bis in den Bereich um 68 Euro nachgeben. Fundamental ist die Aktie zwar nicht günstig, durch die starke internationale Aufstellung und den hohen Bedarf an Bahn-Infrastruktur, der sich auch in der Auftragslage widerspiegelt, bleibt sie aber langfristig ein Favorit.

Überzeugender sind da schon die Q1-Zahlen von LAIQON ausgefallen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das für das Gesamtjahr geplante massive Wachstum von Umsatz und Ergebnis gelingen könnte: zum Artikel

Eine überraschende Nachricht gab es am Wochenende von clearvise, wobei der Markt noch unschlüssig scheint, wie sie zu bewerten ist: zum Artikel

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Erstellung am 27.04.26 um 15:00 Uhr.

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