Wacker Chemie: Wann fällt die 100-Euro-Marke?
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Die Aktie von Wacker Chemie klettert nach Vorlage der endgültigen Q1-Zahlen langsam weiter. Ergebnistreiber sind maßgeblich Kosteneinsparungen und vorgezogene Kundenbestellungen.
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Wacker Chemie hat die vorläufigen Zahlen bestätigt und im ersten Quartal 2026 wie bereits angekündigt einen Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 1,41 Mrd. Euro verbucht. Auf Ertragsseite gelangen jedoch spürbare Verbesserungen. Das EBITDA kam um 45 Prozent auf 173 Mio. Euro voran. Während das Umsatzziel erhöht wurde, blieb die Zielrange für das EBITDA jedoch unverändert.
Vorsicht beim Ergebnis
Für 2026 erwartet das Management nun ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich (zuvor: niedriger einstelliger Prozentbereich). Beim EBITDA werden unverändert 550 bis 700 Mio. Euro angepeilt. Zwar greift das Kostensenkungsprogramm nach Unternehmensangaben bereits, aufgrund des Kriegs am Golf bleibt Wacker hier aber weiter vorsichtig. Zudem wurden die jüngsten Erträge durch vorgezogene Bestellungen getrieben, die in der Regel damit dann abgefrühstückt sind.
Zukünftige Gewinnsteigerungen eingepreist
Erfreulich: Die positive Ertragsentwicklung bringt das Nettoergebnis mit 15,3 Mio. Euro (Q1 2025: minus 3,4 Mio. Euro) zurück ins Plus. Bewertungsseitig jedoch sehen Analysten im Schnitt für das Gesamtjahr 2026 gerade einmal einen Gewinn je Aktie von 0,38 Euro (Quelle: Wacker Chemie). Die Hoffnungen ruhen darauf, dass sich die Gewinndynamik von 2026 auf 2027 kräftig erhöht.
Fazit
Sich gegen einen intakten Aufwärtstrend zu stellen, kann teuer werden. Läuft eine Aktie der tatsächlichen fundamentalen Entwicklung jedoch stark voraus, sind Stopp-Marken zur Gewinnabsicherung nicht falsch. Bei Wacker stehen steigende Chemikalienpreise durch den Nahostkrieg und positive Effekte durch Kostensenkungsmaßnahmen einer schwachen Inlandskonjunktur entgegen. Da kommt es gerade recht, dass das Unternehmen bereits 82 Prozent der Erlöse im Ausland erzielt. Genau hierin liegt die Zuversicht, dass es von 2026 auf 2027 zu kräftigen Gewinnsteigerungen kommen könnte und die Aktie damit trotz aktuell hoher Bewertung noch nicht ausgereizt ist.
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Erstellung am 29.04.26 um 11:47 Uhr.
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