Wieder Gewalt im israelisch-libanesischen Grenzgebiet


BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Trotz Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah dauert die Gewalt an. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete seit dem Morgen mehrere Angriffe Israels auf Orte im Südlibanon. Zu möglichen Opfern wurde zunächst nichts bekannt.

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Israels Armee meldete unterdessen Beschuss der Hisbollah aus dem Libanon. Eine mit Sprengstoff beladene Drohne sei in Nordisrael in der Nähe der Grenze zum Nachbarland gestürzt. Lokalen Medienberichten zufolge wurden dabei am Nachmittag zwei Menschen leicht verletzt. Ihr Fahrzeug sei getroffen worden.

Israels Militär sagte außerdem, dass eine Drohne aus dem Libanon am Vormittag in Israel abgefangen worden sei. Im Norden des Landes wurde wegen des Angriffs Luftalarm ausgelöst. Zudem seien weitere "verdächtige Flugobjekte" abgefangen worden, ehe sie nach Israel gedrungen seien, hieß es in einer Mitteilung der israelischen Armee weiter. Die Hisbollah habe zudem erneut im Südlibanon stationierte israelische Soldaten unter anderem mit Drohnen angegriffen. Die vom Iran unterstützte Schiitenorganisation reklamierte mehrere Angriffe für sich.

Im Libanon gibt es immer wieder Tote

Israels Armee sagte weiter, sie habe am Donnerstag mehr als 40 Infrastrukturanlagen der Hisbollah im Südlibanon angegriffen. Libanesischen Angaben zufolge hatte es dabei mehrere Tote gegeben.

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Allein in der Stadt Bint Dschubail, die als Hochburg der Hisbollah gilt, wurden nach Angaben des israelischen Militärs in den vergangenen Wochen mehr als 200 Mitglieder der Miliz bei Nahkämpfen sowie durch Luftangriffe getötet. Libanesischen Angaben zufolge sind unter den Toten bei israelischen Angriffen im Libanon aber häufig auch viele Zivilisten.

Israelischen Armeeangaben zufolge zerstörten Soldaten in den vergangenen Wochen in Bint Dschubail auch "mehr als 900 Infrastruktureinrichtungen", darunter das Stadion der Stadt. Dort sollen laut Armee Sprengfallen platziert gewesen sein. In dem Stadion hatte der 2024 von Israel getötete Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah im Jahr 2000 seine erste Kundgebung nach dem israelischen Truppenabzug aus dem Süden Libanons gehalten.

Offiziell gilt im Krieg zwischen der Hisbollah und Israel eine Waffenruhe. Faktisch kommt es aber täglich zu Angriffen beider Seiten./cir/DP/stw

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