XETRA-SCHLUSS/Versöhnlicher DAX-Wochenschluss auch dank EZB


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DOW JONES--Nach einem sehr schwachen Start ist es am deutschen Aktienmarkt im Handelsverlauf am Donnerstag noch deutlich nach oben gegangen. Der DAX schloss 1,4 Prozent höher bei 24.292 Punkten, praktisch auf dem Tageshoch. Das Tagestief lag über 500 Punkte tiefer. Für den Stimmungswandel gab es mehrere Gründe. Zum einen lieferte die Berichtssaison dies- wie jenseits des Atlantiks Kaufargumente. Zudem anderen verfallen die Notenbanken angesichts der mit dem Energiepreisschock gestiegenen Inflationserwartunghen nicht in Hektik: US-Notenbank, EZB und die Bank of England bestätigten ihre Leitzinsen und warten mit Zinserhöhungen erst einmal ab, wie sich Konjunktur und Inflation entwickeln.

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Des weiteren kamen die Ölpreise von neuen Höchstständen seit Beginn des Nahostkonflikts am frühen Morgen im Laufe des Tages wieder deutlich zurück und sanken unter dem Strich sogar noch deutlich unter die Schlussstände vom Vortag. Für Rückenwind sorgten schließlich auch deutlicher sinkende Renditen am Anleihemarkt.

Die geldpolitische Verlautbarung der EZB deute darauf hin, dass die Hürde für eine Zinserhöhung hoch ist, kommentierte die Ökonomin Madison Faller von J.P. Morgan Private Bank. Die Markterwartungen von fast drei Zinserhöhungen bis zum Jahresende erschienen angesichts der Unsicherheit verfrüht. J.P. Morgan erwartet in diesem Jahr lediglich eine Zinserhöhung. Die Notenbanker betonten zwar einerseits Inflationsrisiken, sagten aber auch, dass die europäische Konjunktur durch die Situation im Nahen Osten größeren Gefahren ausgesetzt ist. Mittelfristig will sie jedoch keine Änderungen an ihrem Zinspfad vornehmen.

Auf Unternehmensseite tobte die Berichtssaison. Stark fielen die Zahlen der Deutschen Post (DHL) aus. Das operative Ergebnis im ersten Quartal habe die Konsensschätzung um 8 Prozent übertroffen, kommentierten die Metzler-Analysten. Die Zahlen zeugten von den wesentlichen Stärken des Konzerns. Er sei in der Lage, die strukturellen Kosten anzupassen und angemessene Preise zu verlangen. Die Aktie verteuerte sich um 7,5 Prozent.

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BASF verdiente wie erwartet weniger als vor einem Jahr, die Markterwartungen wurden aber dennoch übertroffen. Der Chemieriese profitierte ab März von Mehrbestellungen, mit denen Kunden auf den Iran-Krieg regierten, um befürchteten Lieferengpässen nach der Blockade der Seestraße von Hormus zuvorzukommen. Der Kurs legte um 1,3 Prozent zu.

Die VW-Aktie bewegte sich um 0,9 Prozent nach oben. Der Autokonzern setzte, belastet von schwachen Geschäften in China und Zollkosten, weniger um und verdiente auch weniger. Der Gewinn sackte noch deutlicher ab als ohnehin von Analysten befürchtet. Die Jahresprognose wurde aber bestätigt, was den Kurs gestützt haben dürfte. Bei der Porsche AG fiel derweil laut Analysten das operative Ergebnis klar über dem Konsens aus. Die Aktie verteuerte sich um 1,8 Prozent.

Beim Gabelstaplerhersteller und Lagerautomatisierer Kion überraschte vor allem der Auftragseingang positiv. Kion zogen um 3,0 Prozent an. Puma machten einen Sprung um 5,3 Prozent. Der Sportartikelhersteller überraschte mit einem Gewinnplus und einer Margenverbesserung. Fielmann fielen um 2,1 Prozent. Hier fielen die Erstquartalszahlen schwach aus, auch der Ausblick kam nicht gut an. Im SDAX schnellten SFC Energy um 7,4 Prozent nach oben nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank.

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Electrovac mit schwachem Börsendebüt

Auf ganzer Linie enttäuschend verlief das Börsendebüt von Electrovac. Der erste Kurs lag bei 7,50 Euro, 30 Cent unter dem Ausgabepreis von 7,80, der bereits am unteren Ende der Spanne von 7,80 bis 10,20 Euro lag. Aus dem Handel ging die Aktie des Herstellers von hermetischen Glas-Metall-Gehäusen zum Schutz sicherheits- und systemkritischer Elektronik mit 7,10 Euro, rund 10 Prozent unter dem Ausgabepreis.

Index zuletzt +/- % +/- % YTD

DAX 24.292 1,4 -0,9

DAX-Future 24.365 1,7 -2,6

XDAX 24.256 1,8 -1,3

MDAX 30.590 1,9 -0,1

TecDAX 3.697 2,0 2,0

SDAX 17.911 1,5 4,1

zuletzt +/- Ticks

Bund-Future 125,32 57

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/gos

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April 30, 2026 11:54 ET (15:54 GMT)

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22.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
22.09.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
21.09.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.

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