Zahlen boomen, Kurs stockt

Microsoft-Aktie: Warum Azure und Copilot Anleger jetzt in Richtung 5 Billionen träumen lassen


Microsoft-Aktie: Warum Azure und Copilot Anleger jetzt in Richtung 5 Billionen träumen lassen

Trotz des jüngsten Rückgangs sehen Analysten bei Microsoft durch Azure und Copilot weiter erhebliches Wachstumspotenzial.

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  • Azure liefert bei Microsoft ein Tempo, das die Cloud-Konkurrenz herausfordert
  • Copilot gewinnt bei Unternehmen rasant an zahlenden Nutzern
  • Analysten sehen bei Microsoft trotz hoher Investitionen deutliches Kurspotenzial
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Microsoft, der Software- und Cloud-Konzern aus Redmond, ist im Gespräch als möglicher nächster Kandidat für die Marke von 5 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung. Getragen wird die Spekulation von der Dynamik bei Azure und der schnellen Verbreitung von Microsoft 365 Copilot.

Starkes Geschäftsjahr, beschleunigte Cloud

Microsoft schloss das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 zum 30. Juni mit einem Umsatz von 90,0 Milliarden US-Dollar ab, ein Plus von 18 Prozent. Das operative Ergebnis stieg im selben Umfang auf 40,6 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn nach GAAP kletterte um 31 Prozent auf 35,8 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr wies der Konzern einen Umsatz von 331,8 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 133,7 Milliarden US-Dollar aus.

Haupttreiber war die Intelligent-Cloud-Sparte mit Azure als Kern: Der Umsatz wuchs hier im vierten Quartal um 43 Prozent, im Geschäftsjahr überschritt der Azure-Umsatz erstmals die Marke von 100 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Der Auftragsbestand im Commercial-Geschäft legte im Quartal um 84 Prozent auf 678 Milliarden US-Dollar zu, die gesamten Cloud-Erlöse stiegen um 27 Prozent auf 59,3 Milliarden US-Dollar.

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Copilot skaliert, Guidance bleibt ambitioniert

Microsoft 365 Copilot erreichte im vierten Quartal mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer. CEO Satya Nadella wertete dies als Beleg für das Vertrauen der Kunden in die KI-Transformation des Unternehmens. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 rechnet der Konzern mit einem Azure-Wachstum von rund 45 Prozent währungsbereinigt, weil die Kundennachfrage die verfügbare Kapazität weiterhin übersteige.

Auch GitHub Copilot legte nach der Umstellung auf nutzungsbasierte Preise deutlich zu. Der Umsatz des Dienstes zog im Quartalsvergleich um mehr als 60 Prozent an, die Nutzerzahl erreichte 50 Millionen. 24/7 Wall St. bezeichnete Microsoft in einer Analyse von vergangener Woche als möglichen nächsten Kandidaten für den 5-Billionen-Dollar-Club und begründete dies mit der Kombination aus Azure-Dynamik und Copilot-Monetarisierung.

Microsoft-Aktie: Darauf sollten Anleger achten

Der Analystenkonsens für die Microsoft-Aktie fällt eindeutig aus: Von 34 erfassten Häusern votieren 33 mit Buy, nur eines mit Hold. Das mittlere Kursziel liegt bei 571,41 US-Dollar. Die Bank of America bestätigte Anfang des Monats ihre Kaufempfehlung und ihr Kursziel von 600 US-Dollar, Barclays bestätigte am Dienstag seine Buy-Einstufung mit einem Kursziel von 512 US-Dollar. Stifel Nicolaus bewertete die Aktie Anfang September dagegen mit Hold, hob das Kursziel aber von 450 auf 530 US-Dollar an. Im Bullenszenario von 24/7 Wall St. würde ein Kursziel von 704,82 US-Dollar die Marktkapitalisierung über die Schwelle von 5 Billionen US-Dollar heben. Das Bärenszenario sieht ein Kursziel von 520,21 US-Dollar.

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An der NASDAQ notierte die Aktie zuletzt bei 497,66 US-Dollar, seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf rund 2,9 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 17.09.2026). Als Kehrseite der Wachstumsstory nennt 24/7 Wall St. die Kapitalintensität: Die Investitionen in Sachanlagen stiegen im Geschäftsjahr 2026 auf 115,9 Milliarden US-Dollar nach 64,6 Milliarden US-Dollar im Vorjahr, während CFO Amy Hood laut dem Bericht für das Geschäftsjahr 2027 einen leichten Rückgang der operativen Marge signalisiert habe.

Ob die Kombination aus Azure-Wachstum und Copilot-Skalierung tatsächlich bis zur 5-Billionen-Dollar-Marke trägt, dürfte sich auch an den nächsten Quartalszahlen entscheiden, die laut vorläufigem Finanzkalender für den 27. Oktober angesetzt sind. Bis dahin bleibt die Kapitalintensität des Ausbaus der entscheidende Beobachtungspunkt für die Bewertung der Aktie.

Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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29.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
25.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets

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