US-Anleihen: Zehnjährige Rendite kratzt an 5-Prozent-Marke


NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Freitag zugelegt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen (T-Note-Future) stieg um 0,52 Prozent auf 105,97 Punkte. Zehnjährige Staatspapiere rentierten weiter knapp unter der 5-Prozent-Marke. Im frühen Handel hatte die Rendite in der Spitze bei 4,99 Prozent gelegen. Letztmalig wurde die runde Marke im Jahr 2007 überschritten - also kurz vor dem Höhepunkt der großen Finanzkrise.

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Aus den Reihen der US-Zentralbank Federal Reserve kamen in den vergangenen Wochen eher Signale in Richtung stabiler Leitzinsen. Am Donnerstagabend äußerte sich Fed-Chef Jerome Powell ebenfalls in diese Richtung, wobei er weitere Zinsanhebungen aber auch nicht gänzlich ausschloss.

Allerdings könnte es sein, dass die Kapitalmärkte derzeit selbst Fakten schaffen: So äußerte Powell - wie zuletzt auch zahlreiche andere Notenbanker -, dass der kräftige Renditeanstieg in den vergangenen Wochen beobachtet werde und der Fed ein Stück weit die Arbeit abnehme.

Die Federal Reserve stemmt sich seit gut eineinhalb Jahren mit kräftigen Zinsanhebungen gegen die Inflation. Steigen die Zinsen am freien Markt ohne großes Zutun der Notenbank, kann das gesamtwirtschaftlich ähnlich wirken wie eine Straffung der Geldpolitik.

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Der geldpolitische Rat tagt in eineinhalb Wochen. Derzeit wird an den Märkten erwartet, dass die Fed ihre Leitzinsen zunächst nicht weiter anhebt./la/he

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