Russland stützt Rubel mit Milliardenbeträgen
Im Kampf gegen den rasanten Rubelverfall hat die russische Zentralbank im vergangenen Jahr Währungsreserven in Milliardenhöhe verkauft.
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Insgesamt veräußerte die Notenbank 76,1 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 64,3 Mrd Euro) und 5,4 Milliarden Euro ihrer Devisen-Rücklagen, wie aus statistischen Daten auf der Internetseite am Montag hervorging. Mit dem Geld kaufte die Zentralbank Rubel auf, um den Wechselkurs zu stützen. Die größten Beträge investierten die Währungshüter demnach mit 27,2 Milliarden Dollar und 1,6 Milliarden Euro im Oktober, als der Ölpreis massiv fiel und damit die Talfahrt des Rubels beschleunigte.
Die Rohstoffmacht Russland hatte sich in den vergangenen Jahren aus dem Öl- und Gasgeschäft eins der größten Finanzpolster der Welt angespart. Im Dezember sanken die Devisenreserven jedoch zum ersten Mal seit 2009 unter die Marke von 400 Milliarden Dollar. Inzwischen betragen sie der Zentralbank zufolge 388 Milliarden Dollar. Der Rubel hat 2014 rund 52 Prozent seines Wertes verloren. Zugleich beklagen viele Russen in die Höhe schnellende Preise. Die Inflation betrug im vergangenen Jahr nach Regierungsangaben 11,4 Prozent - die höchste Teuerungsrate seit 2008./tjk/DP/bgf
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