Nach massiver Zinserhöhung

Ukrainische Landeswährung leicht erholt


In der Ukraine hat die stärkste Zinserhöhung seit 16 Jahren den Absturz Landeswährung Hrywna vorerst gestoppt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

54.29 UAH -0.01 UAH -0.01 %

51.16 UAH 0.01 UAH 0.01 %

59.44 UAH 0.02 UAH 0.04 %

0.28 UAH 0.00 UAH 0.10 %

44.95 UAH 0.00 UAH 0 %

Am Dienstag konnte die Währung des osteuropäischen Landes im Handel mit dem US-Dollar an die Erholung vom Vortag anknüpfen. Die ukrainische Notenbank hatte am Montagabend ihre Geldpolitik deutlich verschärft, nachdem die Landeswährung wegen des Konflikts mit Russland wochenlang auf Talfahrt war. Die Hrywna hat seit Beginn des Jahres um mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt - mehr als jede andere Währung weltweit.

Die ukrainische Notenbank hatte den Leitzins am Vorabend um 3,0 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent angehoben. Außerdem wurde der Zinssatz, zu dem sich Banken über Nacht bei der Zentralbank refinanzieren können, sogar um 7,0 Prozentpunkte auf 14,5 Prozent fast verdoppelt. Mit der stärksten Leitzinserhöhung seit 1998 stemmt sich die Notenbank gegen den Kursverfall der Hrywna. Der Währungsabsturz verteuert Importe und könnte die Inflation anheizen. Investoren hatten mit der Sorge vor einer weiteren Eskalation des Ukraine-Krise immer mehr Geld aus dem Land abgezogen.

Experten zweifeln aber, ob die Maßnahmen der Notenbank wirklich etwas an der prekären Lage ändern können. "Mittelfristig wird der Zinsschritt keinerlei Auswirkungen zeigen", sagte Experte Neil Azous vom US-Analysehaus Rareview Macro. Er verwies unter anderem auf die ausstehenden Staatsschulden, die möglicherweise restrukturiert werden müssten.

Im Zuge der Ukraine-Krise sind die Renditen für ukrainische Staatsanleihen kräftig gestiegen. Am freien Markt werden Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit einem Zinssatz von 9,62 Prozent gehandelt. Während die Rendite zum Wochenauftakt noch um etwa 0,40 Prozentpunkte zugelegt hatte, entspannte sich die Lage nach der Zinserhöhung vorerst. Die Rendite zeigte sich am Morgen kaum verändert./jkr/hbr/jsl

KIEW/FRANKFURT (dpa-AFX)

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.