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FSB: Krypto-Assets könnten weltweite Finanzstabilität bedrohen

16.02.22 11:39 Uhr

FSB: Krypto-Assets könnten weltweite Finanzstabilität bedrohen | finanzen.net

Krypto-Assets wie Bitcoin und die von ihnen genutzten Infrastrukturen könnten nach Aussage des Financial Stability Board (FSB) zu einer Bedrohung für die weltweite Finanzstabilität werden.

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In einem aktuellen Bericht weist der FSB darauf hin, dass sich die Kapitalisierung des Krypto-Asset-Markts im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht habe und bei rund 2,6 Billionen US-Dollar liege.

"Die direkten Verbindungen zwischen Krypto-Assets und systemrelevanten Finanzinstituten sowie Kernfinanzmärkten nehmen zwar rasch zu, sind aber derzeit begrenzt", heißt es in dem Bericht. Dennoch habe das institutionelle Engagement auf den Märkten für Krypto-Assets im vergangenen Jahr zugenommen, wenn auch von einer niedrigen Basis aus. "Sollte sich die derzeitige Entwicklung des Umfangs und der Verflechtung von Krypto-Anlagen mit diesen Institutionen fortsetzen, könnte dies Auswirkungen auf die globale Finanzstabilität haben", warnt der FSB.

Stablecoins werden derzeit hauptsächlich als Brücke zwischen traditionellen Fiat-Währungen und Krypto-Assets verwendet, was Auswirkungen für die Stabilität und Funktionsweise der Krypto-Asset-Märkte hat. Sollte ein großer Stablecoin ausfallen, ist es möglich, dass die Liquidität im breiteren Ökosystem der Krypto-Anlagen eingeschränkt wird, was den Handel stören und möglicherweise Stress auf diesen Märkten verursachen würde. Das könnte auch auf die Märkte für kurzfristige Finanzierungen übergreifen, wenn die Stablecoin-Reserven in ungeordneter Weise liquidiert würden.

Die Bedeutung von Krypto-Assets geht laut FSB mit einer zunehmenden Nutzung von Decentralized Finance (Defi) einher. Defi ist ein auf Blockchain basierendes "Ökosystem", das digitale Finanzdienstleistungen ermöglicht, zum Beispiel eine Investition von Krypto-Assets wie Etherium in Smart Contracts.

Das Aufkommen von Stablecoins ist einer der Gründe dafür, warum Zentralbanken weltweit die Emission digitaler Währungen erwägen. Die Europäische Zentralbank (EZB) will innerhalb der nächsten anderthalb Jahre darüber entscheiden, ob sie einen digitalen Euro herausbringen wird.

FRANKFURT (Dow Jones)

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