Bullrun voraus?

Analyst Ki Young Ju sieht den Bitcoin vor einem Short Squeeze

29.07.22 22:26 Uhr

Analyst Ki Young Ju sieht den Bitcoin vor einem Short Squeeze | finanzen.net

Ein Analyst rechnet beim Bitcoin, der weltweit beliebtesten Kryptowährung, mit einem Short Squeeze. Darauf könnte eine enorme Kurssteigerung folgen.

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• Analyst sieht gute Chancen für einen Short Squeeze beim Bitcoin
• Ein parabolischer Bullrun könnte die Folge sein
• Anleger müssen sich jedoch womöglich gedulden

Der Krypto-Markt ist seit dem Hoch Ende 2021 regelrecht eingebrochen. Während der Bitcoin, die älteste und nach Marktwert größte Digitalwährung, im November letzten Jahres noch ein Rekordhoch bei fast 70.000 US-Dollar aufstellen konnte, bewegt sich der Kurs aktuell nur noch etwas über der 21.000-US-Dollar-Marke (Stand: 25.07.2022).

Ki Young Ju, CEO des Datenanalysedienstes CryptoQuant, glaubt, dass auf den Bitcoin nun ein Short Squeeze zukommen wird. Hierunter versteht man die Angebotsknappheit eines Assets, das zuvor in großer Anzahl leerverkauft wurde. An der Börse können Anleger nämlich von fallenden Kursen profitieren, indem sie Leerverkäufe von Assets tätigen. Das bedeutet, es werden Assets verkauft, die sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht im tatsächlichen Eigentum des Verkäufers befinden - sie sind lediglich ausgeliehen und müssen zu einem bestimmten späteren Zeitpunkt auch wieder an den Verleiher zurückgegeben werden. Wenn es jedoch wider Erwarten zu einer plötzlichen Kurssteigerung kommt, müssen die offenen Positionen wieder glattgestellt werden. Dazu müssen die sogenannten Shorter das Asset teuer nachkaufen (Short Squeeze), um ihre Verluste zu begrenzen. Dann kann es zu besagter Knappheit und deshalb zu noch stärker steigenden Kursen kommen.

Short Squeeze beim Bitcoin

Per Twitter hat Ki Young Ju Mitte Juli mitgeteilt, dass er ein Short Squeeze beim Bitcoin für wahrscheinlich hält: "[Ich] warte auf den großen Short Squeeze. Ende des Jahres 2020 sind viele Menschen Short-Positionen auf Bitcoin eingegangen und wurden im Bereich zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar liquidiert, bevor der parabolische Bullrun einsetzte. Damals waren 10 Prozent der stündlichen Market-Orders Short-Liquidationen. Derzeit sind es rund 1 Prozent", schrieb Ki Young Ju in einem Tweet.

Dieser Tweet sorgte für so großes Aufsehen in der Krypto-Gemeinde, dass sich Ju zu einer Klarstellung veranlasst sah: "Damit wir uns richtig verstehen, ich habe nicht behauptet, dass der parabolische Bullrun jetzt startet. Ich sage lediglich, dass es so aussieht, als ob wir uns dem Boden nähern und es ist nun an der Zeit zu warten, bis der Short Squeeze beginnt. Es könnte jedoch noch einige Monate oder Jahre bis zum nächsten parabolischen Bullrun dauern, das kann man nicht wissen."

Ob der Kryptomarkt angesichts der anhaltenden Hiobsbotschaften seinen Boden bereits erreicht hat, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

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