Der Trump-Effekt

JPMorgan: Es ist Zeit, den Dollar zu verkaufen


JPMorgan: Es ist Zeit, den Dollar zu verkaufen

Es ist kein Geheimnis, dass US-Präsident Trump einen schwachen Dollar bevorzugt, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft zu stärken. Nun scheint es, als zeigen seine Bemühungen erste Erfolge.

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Nachdem die US-Regierungen etwa zwei Jahrzehnte lang eine Politik des starken US-Dollar verfolgten, zeichnet sich nun ein Wechsel ab. Ende Januar hat US-Präsidentschaftsberater Peter Navarro den Euro als "grob unterbewertet" bezeichnet und Deutschland vorgeworfen, sich auf diesem Wege "unfaire Handelsvorteile" zu erschleichen. Donald Trump selbst hatte zuvor schon China und Japan beschuldigt, ihre Währungen zu manipulieren. Diese Äußerungen lassen den Schluss zu, dass die Trump-Administration den Dollar-Wert drücken möchte, um amerikanische Exportgüter auf dem Weltmarkt günstiger zu machen.

Zwar folgte prompt der Widerspruch aus Deutschland, Japan und China, doch die Rhetorik aus dem Weißen Haus zeigt schon Wirkung und belastet die US-Währung. Für zusätzlichen Abwärtsdruck sorgt die allgemeine Unsicherheit über die künftige Politik des neuen US-Präsidenten. Themen wie Einreisebann oder Importzölle treiben den Marktteilnehmern Sorgenfalten auf die Stirn.

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JPMorgan empfiehlt Dollar-Verkauf

Die Großbank JPMorgan erwartet weiteren Ärger von Seiten der neuen US-Regierung und empfiehlt deshalb, den Dollar zu verkaufen. Ihr Devisen-Strategie-Team unter Paul Meggyesi hat bereits damit begonnen, die US-Währung gegen den japanischen Yen und den Schweizer Franken zu veräußern. Die unberechenbare Trump-Politik schade dem Vertrauen in die US-Währung, erklärten die Devisen-Experten.

Zwar räumen die Devisen-Strategen ein, dass unklar ist, wie sich die Dinge unter Trump weiterentwickeln, aber dennoch halten sie eine Short-Positionierung des Dollar unter folgenden Voraussetzungen für sinnvoll: Wenn ein Staat einen großen Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA ausweist und wenn eine Währung merklich unterbewertet erscheint oder wenn eine Währung durch großangelegte Interventionen beeinflusst wird.

Laut JPMorgan treffen diese Merkmale insbesondere auf den Yen und den Franken zu: Japan weist im Handel mit den USA einen bedeutenden Überschuss aus, zudem sei die japanische Währung unterbewertet. Dagegen beeinflusse die Schweiz den Frankenkurs in einem Umfang, dass das US-Finanzministerium von einer Währungsmanipulation spricht.

Wozu diese heftige Rhetorik Trumps gegenüber wichtigen Handelspartnern?

Donald Trump hat ein Problem: Sollte er seine angekündigten Wirtschaftsmaßnahmen umsetzen und die Staatsausgaben erhöhen, so würde dies die Inflation antreiben, was wiederum die US-Fed zu einer strafferen Geldpolitik verleiten dürfte. Dies jedoch würde die US-Währung eher aufwerten. Somit bleibt Trump im Grunde nur noch seine Rhetorik als Werkzeug, um den US-Dollar zu schwächen.



Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Africa Studio / Shutterstock.com, Konstantin Chagin / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
08.09.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
03.08.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
15.07.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
25.06.26 JPMorgan ChaseCo Hold Jefferies & Company Inc.
06.05.26 JPMorgan ChaseCo Overweight Barclays Capital

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