Iran-Krieg im Fokus

Bitcoin klettert auf höchsten Stand seit Februar - Geopolitik treibt auch Ethereum, Ripple & Co. an

17.04.26 21:08 Uhr

Kryptos im Aufwind: Markt reagiert auf geopolitische Signale und schiebt Bitcoin, Ethereum, Ripple & Co. an | finanzen.net

Der Kurs des Bitcoin hat am Freitag weiter zugelegt und den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten erreicht.

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Bitcoin erreicht höchstes Niveau seit Wochen
• Altcoins folgen mit Gewinnen
• Geopolitische Signale beeinflussen Risikostimmung

Die älteste und bekannteste Kryptowährung, Bitcoin, kostete auf laut CoinMarketCap zeitweise rund 77.150 US-Dollar und damit so viel wie seit Anfang Februar nicht mehr.

Auch Altcoins legen zu: Ethereum gewann zuletzt 3,48 Prozent auf 2.420,90 US-Dollar, für Ripple ging es 2,26 Prozent auf 1,47 US-Dollar nach oben und der BNB gewann 0,59 Prozent auf 639,66 US-Dollar.

Zugeständnisse aus dem Iran treiben den Markt

Während es am Morgen noch die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs war, die die Risikofreude der Anleger verstärkt hatte, kamen am Nachmittag handfeste Nachrichten aus Teheran: Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus hat am Markt eine Kettenreaktion ausgelöst, die weit über den Ölpreis hinausreicht. Digitale Assets, die zunehmend als Indikator für die globale Risikobereitschaft ("Risk-on") gelten, reagierten unmittelbar auf das Schwinden der Kriegsgefahr.

"Die Hoffnung auf ein mögliches finales Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran nährt den Risikoappetit", hatte Analyst Timo Emden von Emden Research betont.

Generell bleibt die weitere Entwicklung im Iran-Krieg ein bestimmender Faktor an den Finanzmärkten. Je nachdem wie sich die Nachrichtenlage über das Wochenende entwickelt ist nach Einschätzung des Analysten Emden "zwischen Fortsetzung der Rallye und abrupter Korrektur derzeit alles möglich".

Trotz der Kursgewinne der vergangenen Wochen ist der Bitcoin aber weit von seinem Rekordhoch entfernt, das im vergangenen Oktober bei rund 126.000 Dollar erreicht worden war.

Claudia Stephan, Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa (AFX)

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