Konjunkturdaten im Blick

Warum der Euro am Montag die Richtung ändert

02.11.20 13:29 Uhr

Warum der Euro am Montag die Richtung ändert | finanzen.net

Der Eurokurs hat am Montag nach robusten Konjunkturdaten als der Eurozone etwas zugelegt.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1292 EUR 0,0003 EUR 0,25%

7,7418 CNY -0,0191 CNY -0,25%

0,8603 GBP -0,0011 GBP -0,13%

8,9378 HKD -0,0196 HKD -0,22%

185,3870 JPY -0,3030 JPY -0,16%

1,1397 USD -0,0026 USD -0,23%

1,1624 EUR 0,0015 EUR 0,13%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,18%

0,8776 EUR 0,0022 EUR 0,25%

Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1656 US-Dollar. Der Euro lag damit etwas höher als noch im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,1698 Dollar festgesetzt.

Die Stimmung in der Industrie der Eurozone hatte sich im Oktober stärker als zunächst ermittelt aufgehellt. Der wichtige Frühindikator stieg laut einer zweiten Schätzung auf den höchsten Stand seit zwei Jahren und signalisiert ein robustes Wachstum. Bisher hat sich die zweite Corona-Welle kaum auf die Industrie ausgewirkt. Allerdings wird durch die Beschränkungen der wirtschaftlichen Aktivität vor allem der Dienstleistungssektor belastet. Stark ausgefallene Einkaufsmanagerindizes aus China verstärkten das positive Bild.

Die Finanzmärkte warten auf das Wahlergebnis aus den USA. Devisenexperten sind sich uneinig, wie der Devisenmarkt auf ein bestimmtes Wahlergebnis reagieren könnte. Zudem sei auch noch unklar, wann das Wahlergebnis überhaupt feststehen wird. Die Briefwahlergebnisse könnten in einigen Bundesstaaten erst am Freitag feststehen.

Marktbeobachter der Commerzbank sprachen sich unterdessen dagegen aus, den Gerüchten um Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien zu viel Aufmerksamkeit zu schenken. Experte Ulrich Leuchtmann hält es inhaltlich für verfrüht, dem Optimismus des Marktes uneingeschränkt zu folgen. Aus seiner Sicht ist die angedeutete Einigung bei den Fischerei-Rechten im Vergleich zu den anderen strittigen Fragen eher unwichtig für die Frage, ob es nach dem Brexit zu Chaos kommen wird.

Das britische Pfund profitierte auch nicht von den Spekulationen. Es gab zu allen wichtigen Währungen nach. Das Pfund erholte sich aber von anfänglichen noch deutlicheren Verlusten. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hatte sich im Oktober weniger als zunächst ermittelt eingetrübt.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: filmfoto / Shutterstock.com