Nach Powell-Rede

Euro Dollar Kurs: Weshalb sich der Euro nach seinen jüngsten Kursverlusten behauptet

08.02.23 21:24 Uhr

Euro Dollar Kurs: Weshalb sich der Euro nach seinen jüngsten Kursverlusten behauptet | finanzen.net

Der Eurokurs hat sich am Mittwoch im US-Handel über 1,07 US-Dollar behauptet.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1290 EUR 0,0002 EUR 0,11%

7,7545 CNY -0,0087 CNY -0,11%

0,8566 GBP 0,0002 GBP 0,02%

8,9699 HKD 0,0000 HKD 0,00%

184,6400 JPY 0,0000 JPY 0,00%

1,1437 USD 0,0000 USD 0,00%

1,1673 EUR 0,0000 EUR 0,00%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,05%

0,8744 EUR 0,0005 EUR 0,05%

Damit hat sich der Euro nach zum Teil deutlichen Verlusten der vergangenen Handelstage vorerst stabilisiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0724 US-Dollar und damit etwa so viel wie im frühen europäischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0735 (Dienstag: 1,0700) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9315 (0,9346) Euro.

Zur Wochenmitte standen keine beachtenswerten Konjunkturzahlen auf dem Programm, an denen sich Anleger orientieren konnten. Aussagen des EZB-Vizepräsidenten Luis de Guindos konnten dem Euro keinen Auftrieb verleihen. Der Notenbanker hatte in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" weitere Zinserhöhungen in der Eurozone im Kampf gegen die hohe Inflation in Aussicht gestellt.

"Der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht gewonnen", sagte de Guindos. Zwar gebe es "einige positive Effekte, die den Inflationsdruck abmildern". Dennoch müsse die Teuerung "weiter Sorge machen". "Ich würde nicht ausschließen, dass es nach März zu weiteren Zinserhöhungen kommt", sagte der Spanier, ohne einen Hinweis auf die Höhe der Schritte zu geben.

Am Dienstagabend (MEZ) hatte auch der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, die Notwendigkeit weiterer Zinsanhebungen in den USA zur Inflationsbekämpfung hervorgehoben. Wegen des robusten Arbeitsmarkts, den die Fed als zusätzliche Inflationsquelle betrachtet, müsse man möglicherweise noch stärker auf die geldpolitische Bremse treten, ließ Powell durchblicken.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: qvist / Shutterstock.com, Wara1982 / Shutterstock.com