Regulatorische Maßnahmen

Strengere Krypto-Einschränkungen: Singapur will Privatanleger schützen

21.07.23 22:59 Uhr

Strengere Krypto-Einschränkungen: Singapur will Privatanleger schützen | finanzen.net

Um den Schutz privater Anleger besser gewährleisten zu können, plant die Monetary Authority of Singapore die Umsetzung einiger regulatorischer Maßnahmen, darunter auch das Verbot von Staking und Lending.

Werte in diesem Artikel
Devisen

48.369,6367 CHF -208,0450 CHF -0,43%

52.440,7981 EUR -222,3161 EUR -0,42%

45.181,7344 GBP -193,4403 GBP -0,43%

9.696.503,7037 JPY -42.863,6306 JPY -0,44%

59.804,9391 USD -343,9442 USD -0,57%

0,8475 CHF -0,0065 CHF -0,76%

0,9188 EUR -0,0070 EUR -0,75%

0,7917 GBP -0,0060 GBP -0,76%

169,8988 JPY -1,3167 JPY -0,77%

1,0479 USD -0,0095 USD -0,90%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,41%

1,1799 XRP 0,0089 XRP 0,76%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,42%

1,0883 XRP 0,0082 XRP 0,76%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,42%

1,2632 XRP 0,0095 XRP 0,76%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 3,13%

0,0059 XRP 0,0000 XRP 0,78%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,55%

0,9543 XRP 0,0086 XRP 0,91%

• Monetary Authority of Singapore (MAS) setzt neue Maßnahmen zum Schutz von Krypto-Anlegern um
• Lending und Staking für Privatkunden verboten
• Krypto-Dienstleister müssen Kundengelder in Treuhandfonds verwalten

Anfang Juli hat die oberste Finanzbehörde und Zentralbank in Singapur neue Richtlinien zum Umgang mit digitalen Vermögenswerten veröffentlicht. Diese neuen Regeln werden als Teil "regulatorischer Maßnahmen zur Verbesserung des Anlegerschutzes und der Marktintegrität" gesehen, wie die Monetary Authority of Singapore (MAS) in einer Mitteilung bekannt gab. Dadurch sollen insbesondere Privatanleger besser geschützt werden.

Neue Krypto-Richtlinien in Singapur

Krypto-Dienstleister in Singapur müssen Benutzer- und Geschäftsvermögen künftig trennen und Kundengelder in gesetzlichen Treuhandfonds verwahren, beschloss Singapurs oberste Finanzbehörde und Zentralbank in diesem Rahmen. Das soll bis zum Jahresende umgesetzt werden, um eine strikte und transparente Trennung gewährleisten zu können. "Dadurch wird das Risiko des Verlusts oder Missbrauchs von Kundenvermögen gemindert und die Wiederherstellung von Kundenvermögen im Falle der Insolvenz eines DPT-Dienstleisters [digitaler Zahlungstoken] erleichtert", heißt es in der Erklärung der MAS.

Auch ein Verbot von Staking und Lending für Privatkunden als Dienstleistung ist Teil der Maßnahmen, denn diese seien "im Allgemeinen nicht für Privatanleger geeignet", heißt es in der Mitteilung der MAS dazu. Das gelte jedoch nicht für akkreditierte und institutionelle Investoren. Privatanleger dürften dann nur noch in Eigenregie am Staking teilhaben, erklärt BTC-Echo.

Weiterhin beschloss die MAS, dass Krypto-Börsen ihr Depotgeschäft künftig von anderen Einheiten trennen müssen, sodass die Verwahrungsfunktion "betrieblich unabhängig" von verschiedenen Geschäftsbereichen und von den damit verbundenen Risiken isoliert ist.

Die Börsen müssen darüber hinaus sicherstellen, dass der Zugriff und die Betriebskontrolle auf die digitalen Vermögenswerte der Kunden in Singapur verbleiben, heißt es in der Mitteilung.

Krypto-Handel mit hohen Risiken verbunden

Die "MAS erinnert die Öffentlichkeit daran, dass Vorschriften allein die Verbraucher angesichts des extrem hohen Risikos und des spekulativen Charakters des DPT-Handels nicht vor allen Verlusten schützen können. Verbraucher müssen beim Handel mit DPTs weiterhin äußerste Vorsicht walten lassen, da sie ihr Vermögen verlieren können", schließt die Behörde ab.

Zwar dürften diese neuen Regeln keine allzu große Überraschung sein, dennoch hatten die Betroffenen in Singapur mit etwas mehr Spielraum gerechnet.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: BSDEX, TierneyMJ / Shutterstock.com