Gold-Strategie

Goldpreis: Wells Fargo-Stratege wertet Gold als zunehmend interessant fürs Portfolio


Goldpreis: Wells Fargo-Stratege wertet Gold als zunehmend interessant fürs Portfolio

Ein Wells-Fargo-Stratege erklärt, warum Gold als Bestandteil des Investment-Portofolios für Anleger gerade jetzt an Reiz gewinnt.

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  • Wells-Fargo-Stratege Kwon rückt Gold als Portfolio-Baustein in den Fokus
  • Fünf Faktoren wirken laut Analyse gleichzeitig auf den Goldpreis
  • Historischer Vergleich verweist auf die Stagflationsphase der 1970er-Jahre
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Wells Fargo, eine der größten Universalbanken der Vereinigten Staaten, steht wegen einer Gold-These ihres Chefaktienstrategen Ohsung Kwon im Blick. Kwon hatte sich am Freitag bei CNBC geäußert und Gold als zunehmend interessante Portfolio-Beimischung beschrieben. Als Begründung sagte er, dass für dieses Jahr keine Leitzinserhöhung seitens der US-Notenbank erwartet werde. Die Aussage reiht sich in eine seit April 2026 verfolgte These zu sogenannten Entwertungszyklen ein.

Kwons Debasement-These

Kwon hatte bereits im April 2026 in einer schriftlichen Research-Notiz erklärt, die Welt befinde sich im vierten Entwertungszyklus seit 2022, und Gold nähere sich nach einem Rückschlag wieder dem vom Wells-Fargo-Modell errechneten fairen Wert von 4.500 US-Dollar je Feinunze. Alle drei von seinem Team beobachteten Treiber sprächen aus seiner Sicht für eine fortgesetzte Geldentwertung. Zur Einordnung solcher Zyklen zog Kwon das Verhältnis von M2-Geldmenge zu Goldpreis heran; frühere Phasen fielen demnach mit der Weltwirtschaftskrise, dem Nixon-Schock samt Stagflation und dem Krieg gegen den Terrorismus sowie der Finanzkrise zusammen und dauerten im Schnitt rund 8,5 Jahre.

Fünf Faktoren und ein historischer Vergleich

Discovery Alert ordnet die aktuelle Kwon-These in ein Fünf-Faktoren-Modell ein: Staatsverschuldung, strukturelle Inflation, geopolitische Fragmentierung, Zentralbank-Goldkäufe und sinkende Opportunitätskosten würden demnach aktuell gleichzeitig unterstützend auf den Goldpreis einwirken, was historisch ungewöhnlich sei. Zentralbanken seien seit mehr als einem Jahrzehnt Nettokäufer von Gold, wobei die Käufe mehrjährige Höchststände erreicht hätten. Laut Discovery Alert werden die Käufe mit Reservediversifizierung und dem Wunsch begründet, die Abhängigkeit von auf US-Dollar lautenden Vermögenswerten zu reduzieren.

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Zur Einordnung der Größenordnung verweist Discovery Alert auf die Stagflationsphase der 1970er-Jahre, in der Gold von Beginn des Jahrzehnts bis zum Höchststand 1980 um mehr als 2.000 Prozent zulegte. Gleichzeitig benennt die Analyse Risiken für die These: Eine glaubwürdige, mehrjährige Konsolidierung der Staatshaushalte, eine nachhaltige Dollar-Stärke oder eine Normalisierung der Realzinsen könnten schwächend wirken. Als historisches Gegenbeispiel dient die Phase der US-Haushaltsüberschüsse in den 1990er-Jahren, die mit einer anhaltenden Gold-Schwäche einherging. Für die Portfoliopraxis verweist Discovery Alert zudem auf allgemeine Rahmenkonzepte, wonach eine Gold-Allokation von 5 bis 15 Prozent als strategische Beimischung zur Makro-Absicherung diskutiert werde, ohne dass dies eine konkrete Wells-Fargo-Empfehlung für Einzelanleger darstellt.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ded pixto / Shutterstock.com, Sebastian Duda / Shutterstock.com

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