Goldpreis: Leichte Erholungstendenz vor Datenflut zur US-Inflation
Der Goldpreis hat im frühen Dienstagshandel dank rückläufiger Ölpreise leicht zugelegt.
Werte in diesem Artikel
von Jörg Bernhard
Im Mittelpunkt stehen nun die bevorstehenden US-Inflationsdaten. Am Mittwoch werden die Verbraucherpreise (CPI) veröffentlicht, am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise (PPI). Sollte vor allem die Kerninflation höher ausfallen als erwartet, könnten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed steigen und den Goldpreis belasten. Laut CME FedWatch Tool rechnen Marktteilnehmer derzeit lediglich mit einer Wahrscheinlichkeit von 19,4 Prozent mit einer Zinserhöhung im Oktober. Für Dezember liegt sie dagegen bei über 85 Prozent. Zusätzliche Aufmerksamkeit erregten Äußerungen von Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack, die angesichts des zunehmend breit angelegten Inflationsdrucks eine rasche Straffung der Geldpolitik befürwortet. Auch die geopolitischen Risiken bleiben hoch. Neue Raketen- und Drohnenangriffe auf Saudi-Arabien verdeutlichen die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten, die über steigende Energiepreise erneut Inflationssorgen auslösen könnten.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 27,50 auf 4.218,10 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: OPEC senkt Nachfrageprognose
Der Ölpreis hat im frühen Dienstagshandel nachgegeben. Für Entlastung sorgte die Aussicht auf zusätzliche Diesellieferungen aus Russland, nachdem die US-Regierung entsprechende Sanktionen vorübergehend ausgesetzt hatte. Allerdings stößt die Vereinbarung zwischen Washington und Moskau unter US-Politikern auf rechtliche Bedenken und Zweifel an ihrer Verlässlichkeit. Gleichzeitig bleiben die Versorgungsrisiken im Nahen Osten hoch. Neue Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien und anhaltende Attacken auf Tanker nahe der Straße von Hormus gefährden die Erholung der regionalen Ölexporte. Die OPEC+-Staaten warnten zudem vor rekordhohen Fracht- und Versicherungskosten, die inzwischen teilweise mehr als ein Drittel des Warenwertes ausmachen. Belastend wirkt außerdem die deutlich gesenkte Nachfrageprognose der OPEC. Für 2026 erwartet das Ölkartell nur noch einen Anstieg des weltweiten Ölverbrauchs um 400.000 Barrel täglich. Zu Jahresbeginn waren noch 1,4 Millionen Barrel prognostiziert worden. Damit treffen erhebliche geopolitische Angebotsrisiken auf eine schwächer als erwartet wachsende Nachfrage.
Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.40 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,15 auf 92,59 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,15 auf 105,50 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
Ausgewählte Hebelprodukte auf Goldpreis
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Goldpreis
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Lisa S. / Shutterstock.com, Scott Olson/Getty Images



