Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis: Zollsorgen treiben an - Dreiwochenhoch erreicht


Goldpreis: Zollsorgen treiben an - Dreiwochenhoch erreicht

Der Goldpreis startete im frühen Montagshandel mit höheren Notierungen in die neue Handelswoche und kletterte auf den höchsten Stand seit drei Wochen.

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von Jörg Bernhard

Am Freitag entschied der Oberste Gerichtshofs der USA, große Teile der Zölle von Präsident Donald Trump aufzuheben. Nach dem Gerichtsurteil erklärte Trump, er werde einen vorübergehenden Zoll auf US-Importe aus allen Ländern von 10 auf 15 Prozent anheben. Dies alles sorgte für ein hohes Maß an Verunsicherung, setzte den Dollar unter Druck und trieb Anleger in den "sicheren Hafen" Gold. Außerdem zeigten Daten vom Freitag, dass die US-Inflation im Dezember stärker als erwartet gestiegen ist. Anzeichen deuten zudem auf eine weitere Beschleunigung im Januar hin, was die Erwartungen stärken würde, dass die US-Notenbank die Zinssätze nicht vor Juni senken wird. Zum Wochenstart gerieten in Asien sowohl die Aktienmärkte als auch Wall-Street-Futures unter Druck, da die anhaltende Unsicherheit über die US-Zollpolitik den sogenannten "Sell America"-Trend erneut belebte. Ob der Goldpreis weiter ansteigen wird, dürfte nun davon abhängen, wie lange die Unsicherheit rund um die Zölle bestehen bleibt und ob es zu einem militärischen Eingreifen der USA gegen den Iran kommt. Der Iran hat Bereitschaft zu Zugeständnissen in seinem Atomprogramm signalisiert, sofern im Gegenzug Sanktionen aufgehoben und sein Recht auf Urananreicherung anerkannt werden. Damit soll ein möglicher Militärschlag der USA verhindert werden.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 76,10 auf 5.157,00 Dollar pro Feinunze.

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Rohöl: Zum Wochenstart auf Talfahrt

Der Ölpreis startete mit schwächeren Notierungen in die neue Handelswoche, nachdem sich die USA und der Iran auf eine dritte Runde von Atomgesprächen vorbereiteten und damit Befürchtungen einer unmittelbar bevorstehenden Eskalation des Konflikts nachgelassen haben. Zugleich sorgten die neuen Zollanhebungen von US-Präsident Donald Trump für Unsicherheit hinsichtlich des globalen Wachstums und der Kraftstoffnachfrage. Goldman Sachs geht davon aus, dass der globale Ölmarkt im Jahr 2026 - sofern es keine iranisch bedingten Lieferunterbrechungen gibt - weiterhin ein Überangebot aufweisen wird. Gleichzeitig hob die Bank ihre Prognosen für Brent und WTI im vierten Quartal 2026 um jeweils 6 Dollar auf 60 beziehungsweise 56 Dollar an und verwies dabei auf niedrigere Lagerbestände in den OECD-Staaten.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 8.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,82 auf 65,66 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,80 auf 70,50 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.net

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