Ölpreise geben nach - Opec senkt Nachfrageprognose deutlich


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NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag gesunken. Im Tagesverlauf weiteten sie die Verluste aus dem frühen Handel aus, nachdem die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) die Prognose für die globale Nachfrage nach Rohöl gesenkt hatte. Zeitweise war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee bis auf 104,35 Dollar gefallen. Zuletzt stand die Notierung bei 105,31 Dollar und damit mehr als ein Prozent tiefer als am Vortag.

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Die Opec rechnet laut dem Monatsbericht in diesem Jahr mit einem deutlich schwächeren Wachstum der globalen Ölnachfrage. Für das laufende Jahr erwartet das Kartell nur einen Anstieg der Nachfrage um 200.000 Barrel pro Tag. Im vorangegangenen Monatsbericht hatte das Ölkartell für 2026 noch einen Anstieg der globalen Nachfrage um durchschnittlich 580.000 Barrel pro Tag erwartet. Das schwächere Wachstum der Nachfrage ist nach Einschätzung der Opec vor allem in den USA zu beobachten.

Am Ölmarkt zeigte sich damit eine Gegenbewegung. In den drei vorangegangenen Handelstagen war der Preis für die Sorte Brent um mehr als sechs Prozent gestiegen. Unter anderem hat eine Serie von Drohnen- und Raketenangriffen der vom Iran unterstützten Huthi auf den wichtigsten Flughafen Saudi-Arabiens den Druck auf Washington erhöht, sich stärker in den Konflikt im Jemen einzuschalten und damit eine weitere Eskalation der geopolitischen Lage im Nahen Osten zu riskieren.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank wies allerdings auf die zuletzt hohen Rohöllieferungen aus den Fördergebieten am Persischen Golf hin. Trotz der gefährlichen Passage wegen des Iran-Kriegs sind die Öltransporte durch die Straße von Hormus zuletzt gestiegen. Sollten sich "die Lieferungen von Ölprodukten aus der Golfregion und aus Russland normalisieren, dürfte ein Rückgang der Ölpreise nur eine Frage der Zeit sein", sagte Fritsch. Der Ölmarkt wäre auch ohne ein Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs nahezu im Gleichgewicht, die Lagerbestände würden kaum noch fallen./jkr/he

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