Verselbstständigung

Siemens Energy-Aktie schwächelt: Abspaltung der Dampfturbinen-Sparte voraus


Siemens Energy-Aktie schwächelt: Abspaltung der Dampfturbinen-Sparte voraus

Siemens Energy hat mit den Vorbereitungen für die rechtliche und operative Verselbstständigung seiner industrienahen Geschäfte begonnen.

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Das teilte der DAX-Konzern mit, äußerte sich aber noch nicht dazu, ob er dazu einen Partner mit ins Boot holen oder die Sparte Transformation of Industry an die Börse bringen wird. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, der Aufsichtsrat könne am heutigen Dienstag eine Entscheidung treffen.

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"Die künftige Aufstellung soll Transformation of Industry mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum eröffnen - von der Hereinnahme externer Investoren bis hin zu einer möglichen Kapitalmarkttransaktion", teilte Siemens Energy lediglich mit. Der Konzern wolle den Bereich entkonsolidieren, jedoch eine "wesentliche Minderheitsbeteiligung zur Unterstützung der weiteren Unternehmensentwicklung" behalten.

Das Geschäft mit Dampfturbinen für die Industrie, Kompressoren für die Ölbranche und Wasserstoff-Elektrolyseuren erwirtschaftete 2025 einen Jahresumsatz von zuletzt 5,7 Milliarden Euro.

Siemens Energy will Tranformation of Industry verselbstständigen

Siemens Energy will seine Sparte Transformation of Industry verselbstständigen. Die künftige Aufstellung solle dem Geschäftsbereich mehr unternehmerische Flexibilität und zusätzliche Möglichkeiten für weiteres Wachstum eröffnen, teilte der Energietechnikkonzern am Dienstagabend mit. Möglich sind dabei den Angaben zufolge die Hereinnahme externer Investoren sowie eine Kapitalmarkttransaktion. Siemens Energy will den Bereich entkonsolidieren, aber gleichzeitig eine "wesentliche Minderheitsbeteiligung" behalten.

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Über eine mögliche Abspaltung der Sparte wird seit Längerem spekuliert. Transformation of Industry wendet sich an Industriekunden, beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter und bietet unter anderem Energieinfrastruktur für die Industrie, Kompressoren für die Ölbranche und Wasserstoff-Elektrolyseure. Sie unterscheidet sich von den anderen Energie-Geschäften von Siemens Energy deutlich. Im vergangenen Geschäftsjahr kam der Bereich auf einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro.

In der aktuellen Konzernstruktur konkurriert Transformation of Industry bei Investitionen mit Geschäftsbereichen, die noch schneller wachsen, wie es von Siemens Energy hieß. "Wenn wir unsere Struktur nicht verändern, begrenzen wir die Möglichkeiten von Transformation of Industry. Unser derzeitiger Investitionsschwerpunkt liegt auf der Stromerzeugung und der Stromübertragung. Dort erzielen Investitionen kurzfristig höhere Erträge", kommentierte Konzernchef Christian Bruch die Entscheidung.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass mehrere Finanzinvestoren an einer Beteiligung interessiert seien. Die Sparte könnte mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden.

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RBC belässt Siemens Energy auf 'Outperform' - Ziel 200 Euro

Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Siemens Energy auf "Outperform" mit einem Kursziel von 200 Euro belassen. Der Plan zur Verselbständigung der Sparte Transformation of Industry (ToI) sei nach den Medienberichten seit Juni und den steten Managementkommentaren hinsichtlich Kerngeschäft und Randbereichen keine Überraschung, schrieb Colin Moody am Dienstag. Eine Trennung würde die Anlagestory vereinfachen. Einen Wert für die Sparte jenseits von 10 Milliarden Euro würde Moody für ein gutes Ergebnis halten - vor allem mit Blick auf den bis 2030 sinkenden Beitrag zum operativen Konzernergebnis.

Deutsche Bank belässt Siemens Energy auf 'Buy' - Ziel 210 Euro

Deutsche Bank Research hat die Einstufung für Siemens Energy mit einem Kursziel von 210 Euro auf "Buy" belassen. Die strategische Entscheidung zur Separierung des Geschäftsbereichs Transformation of Industry ermögliche es dem Energietechnikkonzern, sich wieder voll auf die Märkte für Elektrifizierung zu konzentrieren, schrieb Analyst Gael de-Bray in seinem am Mittwoch vorliegenden Kommentar. Damit werde das mittelfristige Margenprofil rechnerisch verbessert.

Am Mittwoch notiert die Siemens Energy-Aktie im XETRA-Handel zeitweise 0,69 Prozent im Minus bei 151,70 Euro.

DOW JONES / dpa-AFX

Bildquellen: Siemens Energy AG, Siemens Energy AG

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Datum Rating Analyst
09.09.26 Siemens Energy Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.09.26 Siemens Energy Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.09.26 Siemens Energy Buy Jefferies & Company Inc.
01.09.26 Siemens Energy Buy Deutsche Bank AG
01.09.26 Siemens Energy Overweight JP Morgan Chase & Co.

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