Zwischen Waffenruhe und Börsenrally: Die aktuellen Gewinner
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Der seit Wochen andauernde Konflikt zwischen Iran, den USA und Israel hat die internationalen Finanzmärkte spürbar verändert - allerdings mit teils überraschenden Ergebnissen.
Auch wenn die Spannungen um den Iran-Krieg anhalten und jeden Tag in der Presse die Aufmacherseiten dominieren, bietet die aktuelle Waffenruhe Anlass für eine Zwischenbilanz. Während einige Anlageklassen deutlich reagierten, zeigen sich andere erstaunlich widerstandsfähig. Am stärksten betroffen bleibt der Energiesektor. Die Ölpreise schossen unmittelbar nach Beginn der Angriffe Ende Februar in die Höhe. Zwar sind die Preise für Brent-Rohöl und dem nordamerikanischen WTI-Öl zwischenzeitlich deutlich gefallen, liegen aktuell immer noch etwa rund 50 % über dem Vorkriegsniveau. Auch Benzinkontrakte notieren weiterhin etwa 40 % höher als vor Beginn der Eskalation. Die Märkte preisen damit nach wie vor Risiken für die globale Energieversorgung ein.
Erstaunlich stabil zeigen sich dagegen die Aktienmärkte. Der breite S&P 500 und der Nasdaq 100 haben trotz des Iran Kriegs neue Rekordmarken erreicht und notieren inzwischen klar über ihren Vorkriegsniveaus. Das signalisiert, dass Anleger die geopolitischen Spannungen bislang nicht als ernsthafte Gefahr für die Unternehmensgewinne werten. Der Dow Jones hat zwar noch kein neues Allzeithoch erzielt, liegt aber ebenfalls über dem Stand zu Beginn des Konflikts. Im Gegensatz dazu bleibt der DAX zurück und notiert weiterhin unter seinem Kursniveau vom Kriegsausbruch.
Rüstungsaktien profitieren nur kurz
Nur kurzfristig profitiert hat auch der Rüstungssektor. Steigende Verteidigungsausgaben und geopolitische Unsicherheiten haben die Kurse vieler Branchenunternehmen in den vergangenen Monaten nach oben getrieben. Doch einen nachhaltigen Aufschwung gab es nicht. Besonders deutlich haben US-Rüstungsunternehmen verloren, etwa Lockheed Martin.
Die Aktie ist den zehnten Tag in Folge gefallen und hat dabei rund 20 Prozent an Wert verloren. Aktuell stabilisiert sich der Titel und aktive Anleger können vom aktuellen GEX-Unterstützungsniveau bei rund 510 Dollar profitieren. Das ist ein Unterstützungsniveau, das sich aus dem Optionsmarkt ergibt und daher ein solides Unterstützungssignal ist. Die Lockheed Martin-Aktie war in der GEX-Zone nach oben abgeprallt und signalisiert eine mögliche Trendumkehr. Wer mehr über erfolgreiches GEX-Trading erfahren möchte, kann sich beim Autor dieses Beitrages melden und Informationen anfordern.
Gold und Anleihen senden kein Warnsignal
Anleihen signalisieren kein Auch die Anleihemärkte haben reagiert. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist von etwa 4,01 % vor dem Konflikt auf rund 4,30 % gestiegen. Höhere Renditen spiegeln sinkende Kurse wider und deuten auf gestiegene Unsicherheit sowie anhaltende Zinserhöhungserwartungen hin.
Bei den Edelmetallen zeigt sich kein einheitlicher Trend. Gold und Silber notieren deutlich unter dem Niveau von Ende Februar, allerdings haben sich doie Edelmetallpreise in den vergangenen Handelstagen stabilisiert.
Insgesamt zeigt sich ein ungewöhnliches Bild: Während vor allem die Energiepreise immer noch Nutznießer der geopolitischen Lage sind, konnten Rüstungsaktien nur kurzfristig profitieren, US-Titel sind sogar deutlich gefallen. Die Aktienmärkte bleiben insgesamt überraschend stabil, US-Indizes steigen sogar schon wieder. Ob diese Gelassenheit anhält, hängt maßgeblich davon ab, ob die Waffenruhe Bestand hat - oder ob neue Spannungen die Märkte erneut in Bewegung versetzen.
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