Christian Scheid-Kolumne

Lufthansa: Einige größere Baustellen


Lufthansa: Einige größere Baustellen | finanzen.net

Von den Computer-Problemen, die kürzlich weltweit für weitreichende Störungen sorgten, war die Lufthansa verglichen mit anderen Fluggesellschaften "nur gering" betroffen.

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Es kam lediglich zu "Verspätungen und einzelnen Ausfällen". Für die Aktionäre der deutschen Airline ist das ein schwacher Trost. Denn der Chart gibt ein trauriges Bild ab. Seit Frühjahr 2023 geht es abgesehen von schwachen Gegenbewegungen kontinuierlich nach unten. Notierte der Wert damals im zweistelligen Bereich, hat sich der Titel seitdem glatt halbiert.

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Deutliche Gewinnwarnung

Die jüngste Gewinnwarnung trägt nicht gerade zu einer Änderung dieses Trends bei. Nach einem deutlichen Ergebnisrückgang im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen nun für 2024 noch ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,4 Mrd. bis 1,8 Mrd. Euro. Zuletzt war die Lufthansa von rund 2,2 Mrd. Euro ausgegangen. Der Ausblick hänge maßgeblich von der Ergebnisentwicklung bei Lufthansa Airlines sowie dem traditionell wichtigen vierten Quartal bei Lufthansa Cargo ab.

Lufthansa Airlines sei in besonderem Maße von der negativen Marktentwicklung sowie Ineffizienzen in den Flugbetrieben Lufthansa und Cityline betroffen, auch durch verzögerte Flugzeugauslieferungen. Ein ausgeglichenes Jahresergebnis werde für Lufthansa Airlines zunehmend anspruchsvoll, hieß es. Um dem entgegenzuwirken, werde ein umfangreiches Turnaround-Programm auf den Weg gebracht.

Aus technischer Sicht ist es bedeutsam, dass die in den vergangenen Jahren mehrmals getestete Unterstützungszone um die Fünf-Euro-Marke hält. Noch deutlich darunter, bei 4,50 Euro, liegt die Barriere bei einem Capped Bonus-Zertifikat, das 22,2 Prozent Rendite ermöglicht, wenn es nicht darunter geht (ISIN DE000PC66NL0).

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Christian Scheid ist seit rund 18 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist tätig, davon seit circa zehn Jahren als freier Autor. Aktuell schreibt er für mehrere deutschsprachige Fachmagazine und -zeitungen in den Bereichen Aktien und Derivate, darunter Börse Online, Capital, Euro am Sonntag und Zertifikate // Austria. Per 1. Juli 2014 kehrte er zum ZertifikateJournal zurück, wo er bis Ende 2009 schon einmal tätig war und die damalige Österreich-Ausgabe des ZJ verantwortete.


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