Goldpreis: Abwartende Stimmung vor wichtigen Inflationsdaten
Der Goldpreis kam im frühen Mittwochshandel im Vorfeld wichtiger Daten kaum vom Fleck.
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von Jörg Bernhard
Am morgigen Donnerstag steht die Zinsentscheidung der EZB auf der Agenda. Analysten und Volkswirte rechnen mehrheitlich mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte und erhoffen sich von der anschließenden Pressekonferenz neue Hinweise zur künftigen Geldpolitik. Am Donnerstag stehen mit den US-Erzeugerpreisen zudem wichtige Inflationsdaten zur Bekanntgabe an, die neue Hinweise auf den nächsten Schritt der US-Notenbank liefern könnten. Vor dem Wochenende erfahren die Investoren noch, wie sich im August die US-Konsumentenpreise entwickelt haben. Trotz des kurzfristigen Gegenwinds setzen viele Investoren weiterhin darauf, dass der Goldpreis allmählich steigen wird, da das Edelmetall seine traditionelle Bedeutung als Absicherung im Portfolio wieder stärker zur Geltung bringen könnte.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Dezember) um 4,00 auf 4.443,00 Dollar pro Feinunze.
Rohöl: Aufwärtsdrang ungebrochen
Die weitere Eskalation im Nahen Osten trieb den Ölpreis im frühen Mittwochshandel weiter nach oben. US-Streitkräfte zerstörten fünf iranische Tanker, die in der Nähe der Insel Kharg Rohöl transportierten. Kharg ist das wichtigste Zentrum für Irans Ölexporte. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf versuchte Raketenangriffe auf ein US-Kriegsschiff und verstärkten die Befürchtungen vor einer weiteren Eskalation des seit Monaten andauernden Krieges. Außerdem griffen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen mehrere Städte in Saudi-Arabien an und zogen damit einen wichtigen Verbündeten der USA noch stärker in den Konflikt hinein. Für erhöhte Aufmerksamkeit dürfte am Abend der Wochenbericht des American Petroleum Institute sorgen, der wegen des US-Feiertags (Montag) einen Tag später als gewohnt veröffentlicht wird.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,77 auf 93,80 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,93 auf 98,85 Dollar anzog.
Redaktion finanzen.net
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