Friedrich Vorwerk: Ist das der Befreiungsschlag?
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Friedrich Vorwerk nimmt mit starken Vorab-Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 den Pessimisten den Wind aus den Segeln. Seit Wochenbeginn beträgt das Kursplus nun rund 25 Prozent.
Großauftrag, positive Analystenstimmen und erfreuliche Vorab-Zahlen: Vorwerk krönt die starke Woche bereits am Mittwoch. Auf Basis vorläufiger Zahlen hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2026 den Umsatz um 11 Prozent auf 337,3 Mio. Euro (HJ 2025: 303,1 Mio. Euro) gesteigert. Das EBITDA kletterte sogar um 70 Prozent auf 92,6 Mio. Euro.
EBITDA-Ziel rauf
Das hat Folgen – und zwar positive: Das EBITDA-Ziel für 2026 wird auf 180 bis 200 Mio. Euro (zuvor: 160 bis 180 Mio. Euro) angehoben. Beim Umsatz bleibt mit 730 bis 780 Mio. Euro zunächst alles beim Alten. Als Gründe für diese starke Entwicklung nannte Vorwerk den anhaltenden Recruiting-Erfolg, die erfolgreiche Projektausführung sowie die insgesamt starke Auftragslage.
Auftragsbestand sinkt
Letzteres zeigt sich in einem Auftragseingang der ersten sechs Monate von 321,2 Mio. Euro (HJ 2025: 220,4 Mio. Euro). Der Auftragsbestand zum 30. Juni 2026 wird mit 1.005 Mio. Euro (30. 6. 2025: 1.105 Mio. Euro) beziffert. An einem Punkt jedoch müssen wir ein wenig Wasser in den Wein gießen: Denn es kommt eher selten vor, dass Unternehmen in Ad hoc-Mitteilungen das Adjektiv „hervorragend“ derart oft verwenden. Zumal sich das Geschäftsvolumen 2026 – Stand heute – nicht stärker als erwartet entwickeln dürfte. Was sich verbessert hat, ist indes die Rentabilität.
Fazit
Mit den Halbjahreszahlen hat Vorwerk Zweifler an der Zielerreichung für 2026 klassisch ausgekontert und die Prognose beim EBITDA sogar noch erhöht. Das ändert zunächst jedoch nichts an der nicht ganz unbegründeten Sorge, dass die Bundesregierung beim Energietransport zukünftig wieder verstärkt auf Freileitungen statt der Erdverlegung setzt, was die Geschäftsaussichten perspektivisch negativ beeinflussen könnte. Anleger sollten sich aber nicht gegen die aktuell positive Stimmung stellen, zumal das Papier auch technisch drauf und dran ist, den Abwärtstrend zu knacken. Sollte sich der Bruch des Abwärtstrends als nachhaltig erweisen, dürften weitere Kursgewinne folgen. Wir da mitgeht, sollte aber stets die Abkehr von der Erdverlegung im Hinterkopf behalten.
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Erstellung am 22.07.26 um 12:21 Uhr.
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