Prof. Otte-Kolumne

Schuldenschnitt für Griechenland: business as usual


Schuldenschnitt für Griechenland: business as usual | finanzen.net

Nun ist er also da, der Schuldenschnitt für Griechenland, den ich seit Frühjahr 2010 fordere.

Werte in diesem Artikel
Aktien

34.26 EUR -0.32 EUR -0.93 %

26.19 EUR 0.16 EUR 0.61 %

36.40 EUR -0.20 EUR -0.55 %

13.78 EUR 0.15 EUR 1.14 %

19.29 EUR 0.23 EUR 1.21 %

14.40 EUR 0.00 EUR 0.0 %

3.28 EUR -0.08 EUR -2.44 %

Indizes

2,028.82 EUR 5.27 EUR 0.26 %

188,150.00 USD 735.00 USD 0.39 %

7,835.31 EUR -129.20 EUR -1.62 %

2,116.72 EUR -21.67 EUR -1.01 %

24,939.35 EUR -259.84 EUR -1.03 %

575.74 EUR -7.57 EUR -1.3 %

206.95 EUR -2.73 EUR -1.3 %

650.65 EUR -10.07 EUR -1.52 %

6,175.45 EUR -93.57 EUR -1.49 %

1,857.50 EUR -27.42 EUR -1.45 %

13,187.68 EUR -146.82 EUR -1.1 %

19,005.30 EUR -420.90 EUR -2.17 %

30,251.37 EUR -591.16 EUR -1.92 %

10,864.23 USD -58.53 USD -0.54 %

9,609.71 EUR -107.47 EUR -1.11 %

5,261.40 EUR -61.90 EUR -1.16 %

3,979.48 EUR -21.84 EUR -0.55 %

3,726.16 EUR 0.38 EUR 0.01 %

Allerdings hat man Griechenlands Schulden von insgesamt über 350 Milliarden nur um gut 105 Milliarden Euro reduziert.

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Da nur die privaten Gläubiger einbezogen werden, sind all diejenigen, die in den letzten beiden Jahren ihre Schulden bei der Europäischen Zentralbank abladen konnten, fein raus. Man hätte eben gleich im April 2010 den Schuldenschnitt machen müssen. Dann wäre es fair und gerecht gewesen und die letzten zwei Jahre hätten zum Wiederaufbau des Landes genutzt werden können. So hat man Zeit verschenkt. Und auch jetzt ist eine Genesung des griechischen Patienten nicht wahrscheinlich.

Das Land bleibt quasi scheintot. Selbst die doch immer so optimistische OECD sieht Griechenlands Schulden erst in einigen Jahren bei 120 Prozent der Wirtschaftsleistung – von oben, also einem höheren Niveau kommend, versteht sich. So sieht keine „Griechenland-Hilfe“ aus.

Fest steht: Europas Spitzenpolitiker sind weiter fest in der Hand von Goldman Sachs, Deutscher Bank & Co. Auf allen Vorträgen bei Volks- und Raiffeisenbanken oder Sparkassen stelle ich große Übereinstimmung mit den Vorständen dieser Institute fest. Denn nicht nur die hohe Politik wird von den Investmentbanken bestimmt, auch die Finanzmarktregulierung belohnt das schnelle Kapitalmarktgeschäft und bestraft die Banken, die tatsächlich noch Kredite vergeben. Sie trifft also ins Herz des deutschen, kreditorientierten Wirtschaftssystems.

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Immerhin: die Kapitalmärkte dürften nach dem Schuldenschnitt kurz aufatmen. Auch ansonsten kann ich mir vorstellen, dass der Kursaufschwung am Aktienmarkt anhält. Noch gibt es viele attraktive Unternehmen: bei Rhön-Klinikum können Sie die Stagnation des Kurses nutzen. Mittelständler wie Gerry Weber, Fuchs Petrolub und Bechtle haben trotz der erreichten Kurssteigerungen noch Potential.

Und bei France Telecom haben Sie über elf Prozent Dividende, bei Telefonica sogar zwölf Prozent. Wenn Sie etwas „zocken“ wollen, wagen Sie sich an Hellenic Telecom. Die Aktie stand mal bei 25 Euro. Jetzt ist sie bei 2,30 Euro. Und die Deutsche Telekom ist Mehrheitsaktionär. Die wird schon auf ihr Investment aufpassen.

Prof. Dr. Max Otte ist Herausgeber des PRIVATINVESTOR (www.privatinvestor.de) und Geschäftsführender Gesellschafter der IFVE Institut für Vermögensentwicklung GmbH. Ziel des Instituts ist die Aktienanalyse und die Entwicklung von Aktienstrategien für Privatanleger.Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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01.10.26 Deutsche Telekom Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.09.26 Deutsche Telekom Market-Perform Bernstein Research
03.09.26 Deutsche Telekom Overweight Barclays Capital
03.09.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.
02.09.26 Deutsche Telekom Overweight JP Morgan Chase & Co.

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