AKTIEN IM FOKUS 2: Nike droht 13-Jahres-Tief wegen schwacher Geschäfte
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(Neu: Überschrift, aktuelle Kurse, längerfristige Kurseinordnung, weitere Analystenaussagen)
NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - Für Nike zeichnet sich nach enttäuschenden Aussagen zur Geschäftsentwicklung am Freitag ein Kursrutsch ab. Vorbörslich büßten die bereits seit Monaten schwachen Aktien des Sportwarenriesen weitere 10 Prozent auf 31,48 US-Dollar ein - das wäre ein Tief seit 2013. Im bisherigen Jahresverlauf ist das Unternehmen mit einem Kursminus von 45 Prozent abgeschlagenes Schlusslicht im New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial.
Laut einem Börsianer sind die Probleme von Nike weitgehend "hausgemacht" und lassen nur begrenzt negative Rückschlüsse für die deutschen Konkurrenten adidas und Puma (PUMA SE) zu. Dementsprechend robust hielten sich deren Aktien mit Gewinnen von rund etwa einem Prozent.
Geht es nach dem UBS-Analysten Jay Sole, ist das Ende der Nike-Talfahrt wohl noch nicht in Sicht. Mit den Gewinnschätzungen könnte es weiter bergab gehen, und die Bewertung sei trotz des monatelangen Abwärtstrends nicht günstig. Die Geschäftserholung von Nike könnte länger dauern als bisher am Markt erwartet, befürchtet der Experte. Er senkte seine Ergebnis- und Wachstumsschätzungen.
Sowohl das erste Geschäftsquartal als auch der Ausblick des Unternehmens auf 2026/27 sehen nach Einschätzung der US-Bank Citigroup schwach aus. Die Anlagestory werde zunehmend von Kostensenkungsmaßnahmen dominiert, was mit dem Bewertungsaufschlag der Aktien zur Branche schwierig in Einklang zu bringen sei, monierte Paul Lejuez. Seine Kollegin Monique Pollard geht davon aus, dass Adidas und Puma dem Branchenprimus Marktanteile abjagen könnten.
Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC sieht insbesondere den Ergebnisausblick von Nike klar unter den Erwartungen. Ähnlich äußerte sich JPMorgan-Experte Matthew Boss.
Zu Adidas verwiesen die Experten der RBC und der US-Bank Jefferies darauf, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den anstehenden Resultaten darauf einstellte, dass das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr diesmal noch stärker vom Schlussquartal dominiert werden dürfte. An den Konsensschätzungen für 2026 und 2027 sollte das aber kaum etwas ändern, betonte RBC-Analyst Dadhania.
Derweil senkte Metzler-Experte Felix Dennl seine operativen Ergebnisprognosen (Ebit) für Adidas für die Jahre bis 2028 um bis zu 9 Prozent. Als Grund nannte er jüngste Branchendaten, Wechselkursentwicklungen und Gespräche mit dem Unternehmen. Die Aktien blieben aber attraktiv bewertet, hob er hervor. Auch JPMorgan-Analystin Wendy Liu schraubte mit derselben Begründung ihre Gewinnprognosen bis 2028 um bis zu 10 Prozent nach unten./gl/ag/stk
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