Nike-Schock belastet Sportartikel-Aktien nicht: adidas und PUMA drehen ins Plus
Der enttäuschende Ausblick von Nike belastet am Freitag die Aktien der Sportartikelhersteller adidas und PUMA nicht. Bei adidas senkt JPMorgan dennoch das Kursziel.
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Nach enttäuschenden Signalen von Nike rücken am Freitag auch die Aktien von adidas und PUMA ins Blickfeld. Piral Dadhania von der kanadischen Investmentbank RBC hob bei dem US-Konkurrenten der beiden deutschen Sportartikelhersteller den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr hervor, der klar unter dem Konsens liege.
Die Nike-Aktien sacken vorbörslich um mehr als acht Prozent ab, womit sie ihr Jahresminus wohl nochmals deutlich ausweiten. Laut einem Börsianer sind die Probleme bei dem US-Konzern aber weitgehend "hausgemacht" - deutsche Konkurrenten behaupten sich an der Börse. Bei adidas betrug das Plus zuletzt auf XETRA zuletzt 1,12 Prozent auf 144,25 Euro, während PUMA dort im Vergleich 1,97 Prozent auf 22,75 Euro gewannen.
Nike erzielte im ersten Geschäftsquartal zwar einen stärkeren Gewinn als erwartet, doch der Fokus des Marktes richtete sich auf die Jahresziele, die laut einem Börsianer auf einen anhaltenden Wachstumsdruck hindeuteten. Das Unternehmen erwarte für dieses Jahr einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich, während der Konsens bei einem Minus von 2,4 Prozent gelegen habe. Die Umsatzflaute zwingt Nike dazu, die Sanierungsstrategie mit einem angekündigten Stellenabbau und umfassenden Geschäftsumbau zu überdenken.
adidas: JPMorgan senkt Kursziel
Bei adidas kommt hinzu, dass der Konzern Analysten in einem Briefing zu den anstehenden Resultaten darauf einstellte, dass sich das operative Ergebnis in diesem Jahr noch stärker in das Schlussquartal verschieben dürfte. Darauf wiesen Experten von RBC und Jefferies hin.
Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für adidas von 230 auf 210 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Overweight" belassen. Analystin Wendy Liu kappte ihre Ergebnisprognosen bis 2028 am Donnerstag in ihrem Ausblick auf den Quartalsbericht um bis zu 10 Prozent. Sie begründete dies mit einer skeptischeren Brancheneinschätzung. Als beruhigend empfindet Liu aber die breite Neuheiten-Pipeline, positive Signale aus dem Einzelhandel und weitgehend positive Checks der Vertriebskanäle.
FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX)
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