AKTIEN IM FOKUS: Debüt von CSG stützt Rüstungswerte trotz Ukraine-Verhandlung


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FRANKFURT/AMSTERDAM (dpa-AFX) - Rüstungswerte wie Rheinmetall, HENSOLDT und RENK haben am Freitag anfängliche Kursverluste abgeschüttelt. Neue Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine lasteten Anfangs auf den Kursen, doch der erfolgreiche Börsengang des tschechischen Rüstungskonzerns Czechoslovak Group (CSG) hellte dann die Stimmung auf.

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Die Aktien von Rheinmetall waren zwar am Freitag bis zu 2,3 Prozent tiefer in den Handel gestartet in der Erwartung, dass Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA am Freitag in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende reden sollen. Sie schafften es aber zuletzt mit Rückenwind von CSG mit 1,5 Prozent ins Plus. Auch Hensoldt, Renk und TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems) drehten klar mit bis zu 2,1 Prozent ins Plus.

Der tschechische Rüstungskonzern CSG ging am Freitag in Amsterdam an die Börse und erzielte dort eine zweistellige Milliardenbewertung. Nachdem die Aktien zu 25 Euro ausgegeben wurden, erreichten sie in der ersten Spitze die 33-Euro-Marke. Zuletzt wurden dann knapp 31 Euro für die Aktien bezahlt, was ein Plus von ungefähr 24 Prozent bedeutete.

Die Marktkapitalisierung von CSG erreichte am Freitag bis zu 33 Milliarden Euro und lag damit etwa doppelt so hoch wie jene der deutschen Unternehmen RENK und HENSOLDT zusammen. Rheinmetall kommt aktuell auf ein Gewicht von fast 83 Milliarden Euro.

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"Der geplante Börsengang der Czechoslovak Group (CSG) steht exemplarisch für den Boom im europäischen Rüstungsmarkt", schrieb der Analyst Maximilian Wienke vom Broker eToro vorab. Das Wachstum der Branche sei stark geopolitisch getrieben, vor allem durch den Ukraine-Krieg und die globale Aufrüstung. Strukturell steigende Verteidigungsausgaben in Europa sprächen langfristig für den Sektor.

Am Freitag ist die Zusammenkunft russischer und ukrainischer Unterhändler in Abu Dhabi vorgesehen, die zum vorläufigen Höhepunkt einer ganzen Reihe diplomatischer Treffen werden soll. Es ist eine Folge von Gesprächen, die zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos stattgefunden haben. Auf diese waren dann Gespräche des US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner mit Kremlchef Wladimir Putin gefolgt.

Rüstungswerte reagieren üblicherweise negativ auf neue Verhandlungsansätze, auch wenn sich an der grundsätzlichen Bedrohungslage und der Wiederherstellung der Verteidigungsfähigkeit Europas selbst bei einem Kriegsende in der Ukraine wenig ändern dürfte./ag/tih/stk

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25.09.26 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.09.26 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
10.09.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.
01.09.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
17.08.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.

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