AKTIEN IM FOKUS: Microsoft auf Erholungskurs und Meta unter Druck nach Zahlen


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NEW YORK (dpa-AFX) - Starke Jahreszahlen von Microsoft und Enttäuschungen bei Meta haben die Aktien der beiden Mitglieder der sogenannten Glorreichen Sieben am Donnerstag vorbörslich in entgegengesetzte Richtungen getrieben.

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Die Anleger dürften dabei nicht zuletzt das Thema Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Rentabilität im Auge haben. Denn: Microsofts Finanzchefin Amy Hood signalisierte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, dass Investitionen in die KI-Infrastruktur im Zaum gehalten würden, anstatt sie wie viele andere Tech-Konzerne weiter zu erhöhen. Die Instagram- und Facebook-Mutter Meta dagegen hob die Investitionsspanne an, auch wenn dieses Mal nur am unteren Ende. Zudem enttäuschte der Ausblick.

Microsoft sprangen im vorbörslichen US-Handel um rund 8 Prozent auf etwas mehr als 422 US-Dollar hoch und wären damit wieder auf dem Niveau von Anfang Juni. Das Kursminus seit Jahresbeginn bis zum Handelsende am Mittwoch von fast 20 Prozent würde so deutlich reduziert werden.

Meta dagegen büßten vorbörslich rund 9 Prozent ein auf knapp 532 Dollar, womit sie ihre Talfahrt fortsetzen und auf dem tiefsten Stand seit Ende März landen würden. Mit Blick auf das laufende Jahr würde sich der 11-prozentige Verlust der Aktie (Stand Vortag) damit kräftig ausweiten.

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Microsoft habe sein Geschäftsjahr 2025/26 stark abgeschlossen, wozu alle Geschäftsbereiche beigetragen hätten, lobte RBC-Analyst Rishi Jaluria. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen seien durch die Bank übertroffen worden. Besonders hob er das im Quartalsvergleich beschleunigte Wachstum von Azure hervor und dass das Management eine weitere Beschleunigung der Dynamik der Cloud-Computing-Plattform im ersten Geschäftshalbjahr 2026/27 im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2025/26 erwarte.

Jaluria wies außerdem darauf hin, dass die Investitionsprognose aufgrund günstiger Entwicklungen bei der Leasingumklassifizierung gesenkt wurde, auch wenn die Investitionserwartungen ohne diese unverändert geblieben seien. Auch Jefferies-Analyst Bent Thill lobte: "Microsoft hat einen Volltreffer gelandet." Und wie der RBC-Experte hob auch er vor allem Azure positiv hervor und sprach hier obendrein noch von einer "starken Prognose für das erste Quartal".

Zu Meta äußerten sich dagegen mehrere Analysten verhalten, zumal der Konzern für das laufende Quartal einen Umsatz von 61 bis 64 Milliarden Dollar in Aussicht stellte, während Analysten im Schnitt mit rund 63 Milliarden gerechnet hatten.

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Laut Jefferies-Experte Thill etwa, hat dieser Tech-Gigant zwar mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen leicht übertroffen, doch zu den Investitionen in KI äußerte er sich kritisch: Der massive Ausbau schreite weiter voran, noch bevor sich konkrete Erträge abzeichneten. "Da keine Cloud-Deals angekündigt wurden und sich das Wachstum im dritten Quartal voraussichtlich erneut verlangsamen wird, bleibt die langfristige Kapitalrendite umstritten."

JPMorgan-Analyst Dough Anmuth bemängelte, dass es bei Meta an Klarheit gefehlt habe zu Produkt-Pipeline und Ausgabenplanung, auch wenn er das Potenzial etwa bei der Weiterentwicklung von Modellen und neuer Möglichkeiten der KI-Monetarisierung nach wie vor positiv sehe. "Investoren hatten sich mehr Klarheit über den Zeitplan und den Umfang neuer Geschäftsmöglichkeiten erhofft. Wir erfuhren jedoch kaum Neues", resümierte er.

Zudem habe sich Meta nicht zu den Investitionsausgaben für 2027 geäußert. Es sei nur darauf hingewiesen worden, dass der Fokus auf der Maximierung der Kapazitäten für 2026 und 2027 liege, während es für 2028 und die Folgejahre mehr Flexibilität geben werde. "Wir gehen daher davon aus, dass Meta kurzfristig weiterhin massiv investieren wird", schrieb Anmuth und erwartet angesichts seiner weitgehend beibehaltenen Umsatzschätzungen erhöhten Druck auf den für Aktionäre viel beachteten freien Barmittelzufluss./ck/zb/jha/

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01.10.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
29.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 Microsoft Overweight JP Morgan Chase & Co.
28.09.26 Microsoft Buy Jefferies & Company Inc.
25.09.26 Microsoft Outperform RBC Capital Markets

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