BASF-Aktie im Plus: Analyst bleibt skeptisch - Unternehmen investiert in neue Anlagen

Die britische Investmentbank Barclays hat die Einstufung für BASF mit einem Kursziel von 40 Euro auf "Underweight" belassen.
Werte in diesem Artikel
Analystin Katie Richards fühlt sich wohl mit ihrer negativen Bewertung des Chemiekonzerns, wie sie am Dienstag schrieb. In einigen Bereichen sollte es zwar antreiben, dass höhere Kosten weiter gegeben werden und das Angebot knapp wird, doch dafür hätten sich Anleger schon in Stellung gebracht. Die zentrale Debatte sei nun, wie lange die Situation so bleibt, denn höhere Preise drohten die Nachfrage zu schwächen.
BASF prüft Kaufangebote für Tausende Werkswohnungen
Der Chemiekonzern BASF kommt beim geplanten Verkauf von Tausenden Wohnungen seiner Tochter BASF Wohnen und Bauen voran. "Das Portfolio der 3.300 Wohnungen hat deutliches Interesse bei potenziellen Käufern geweckt. Daraus haben sich viele belastbare Angebote ergeben", teilte ein Sprecher in Ludwigshafen mit. BASF habe bis Abgabeschluss am Montag "Gebote sowohl von überregionalen als auch von regionalen Kaufinteressenten" erhalten.
Geplant seien erste detaillierte Gespräche mit Kaufinteressenten im Mai. Details wollte der Sprecher nicht mitteilen. Die Angebote würden nun geprüft. Dabei würden sowohl wirtschaftliche Aspekte als auch "qualitative Kriterien" berücksichtigt - etwa die "Fähigkeit und Bereitschaft, den Wohnungsbestand langfristig, verantwortungsvoll und im Sinne der Stadtentwicklung zu bewirtschaften".
Stadt Ludwigshafen will "Verantwortung übernehmen"
Der Ludwigshafener Oberbürgermeister Klaus Blettner (CDU) hatte den Stadtrat am Montag informiert, dass sich die Kommune um die Wohnungen bewerbe. "Wir hatten relativ frühzeitig uns dazu geäußert, dass auch wir mit einem Konsortium rund um die (kommunale Wohnbaugesellschaft) GAG ein Angebot abgeben wollen", sagte Blettner. Der Verkauf der BASF-Wohnungen sei "weit mehr als ein rein wirtschaftlicher Vorgang".
"Es geht um Verantwortung - für unsere Stadt, für gewachsene Nachbarschaften und für die Menschen, die dort ihr Zuhause gefunden haben", betonte Blettner. Er appelliere an BASF, bei der Entscheidung auch die soziale Verantwortung gegenüber den Mieterinnen und Mietern zu berücksichtigen. "Ludwigshafen steht bereit, Verantwortung zu übernehmen."
Konzentration auf Kerngeschäft
BASF hatte im Februar über den geplanten Verkauf informiert. Demnach handelt es sich um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer verkauft werden sollen, sowie 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude an einen Kaufinteressenten gehen sollen. Für den überwiegenden Teil soll bis Anfang 2027 ein Käufer mit Interesse an einer "langfristigen, nachhaltigen Investition" gefunden sein.
Hintergrund ist die strategische Ausrichtung des Unternehmens. BASF will sich stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Stammwerk zu stärken. Bei Gewerkschaften und Landespolitik stieß der geplante Wohnungsverkauf auf Kritik. Auch die BASF-Aktionäre dürften bei der Hauptversammlung des DAX-Unternehmens am Donnerstag kritische Fragen stellen.
Neue Anlagen: BASF investiert dreistelligen Millionenbetrag
Der BASF-Konzern investiert in Ludwigshafen einen dreistelligen Millionenbetrag in zwei Anlagen für Menthol und Linalool. Wie das Unternehmen mitteilte, baue man zudem eine Anlage für Citral am neuen Verbundstandort in China.
"Diese Investitionen verdeutlichen die Vorteile des Verbunds im globalen Produktionsnetzwerk der BASF und sind gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Standort Ludwigshafen", sagte Vorstandsmitglied Katja Scharpwinkel einer Mitteilung zufolge.
Die Citral-Anlage in Zhanjiang soll demnach sowohl den lokalen Markt beliefern als auch die erweiterte nachgelagerte Produktion, inklusive Menthol und Linalool in Ludwigshafen. Menthol ist ein wichtiger Bestandteil von Minze, der zum Beispiel in Produkten für Mund- und Körperpflege verwendet wird. Linalool wiederum ist ein Lavendelaromastoff, der etwa in der Herstellung von Waschmitteln Anwendung findet.
Die BASF-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,63 Prozent fester bei 54,62 Euro.
/rob/tih/ag
Veröffentlichung der Original-Studie: 28.04.2026 / 06:06 / GMT
Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 28.04.2026 / 06:07 / GMT
LONDON (dpa-AFX Broker) / LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX)
Ausgewählte Hebelprodukte auf BASF
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BASF
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere BASF News
Bildquellen: BASF SE
