Aurubis: Die Hannover-Connection zieht an
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Bei Aurubis hat sich mit der Papenburg-Gruppe ein dritter Ankeraktionär über die Fünf-Prozent-Schwelle geschoben. Während sich die Eigentümerseite spürbar verdichtet, entscheidet sich charttechnisch gerade eine wichtige Frage.
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Aurubis, weltweit einer der größten Kupferproduzenten und Kupferrecycler, hat einen weiteren gewichtigen Investor an Bord. Einer Stimmrechtsmitteilung zufolge kommt die GP Günter Papenburg AG seit dem 11. August auf 5,01 Prozent der Stimmrechte, zuvor waren es 3,07 Prozent gewesen. Hinter dem Anteil stehen rund 2,25 Mio. Aktien im rechnerischen Gegenwert von etwa 383 Mio. Euro.
Die größten Positionen halten weiterhin der Stahlkonzern Salzgitter mit rund 30 Prozent sowie die Rossmann Beteiligungs GmbH mit gut 15 Prozent direkt zugerechneter Stimmrechte. Bemerkenswert ist die geografische Nähe der Investoren, denn sowohl Papenburg als auch Rossmann sind im Raum Hannover verwurzelt. In Summe kommen die Gesellschaften von Papenburg und Rossmann auf rund 20 Prozent.
Mehr als eine Meldeschwelle
Die Fünf-Prozent-Marke ist mehr als eine Formalie. Wer diese Schwelle erreicht, kann unter bestimmten Bedingungen eine Hauptversammlung einberufen oder eigene Tagesordnungspunkte durchsetzen. Papenburgs Engagement kommt zudem nicht aus dem Nichts. Bei Salzgitter hatte die GP AG zusammen mit dem Recyclingspezialisten TSR zeitweise eine Übernahme verfolgt, die am Widerstand des Vorstands scheiterte. Beobachter mutmaßten schon damals, es sei den Bietern in Wahrheit um das von Salzgitter gehaltene Aurubis-Paket gegangen. Auch Goldman Sachs stockte zuletzt auf knapp zwölf Prozent auf, überwiegend über Finanzinstrumente.
Fundamental gibt es gute Gründe für das Interesse. Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 stieg das operative Vorsteuerergebnis auf 374 Mio. Euro, nach 286 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern inzwischen das obere Ende der Spanne von 425 bis 525 Mio. Euro an.
Ringen um die 100-Tage-Linie
Vor Redaktionsschluss notierte die Aktie bei 182,50 Euro und lag damit seit Jahresbeginn deutlich im Plus. Charttechnisch steht sie an einer Bewährungsprobe, denn gerade versucht sie, die mittelfristigen Durchschnitte zurückzuerobern.
Die 50-Tage-Linie bei aktuell 179,58 Euro hat der Kurs gerade von unten wieder überwunden, ein erstes konstruktives Zeichen. Unmittelbar darüber wartet mit dem 100-Tage-Durchschnitt bei 185,89 Euro jedoch der nächste Widerstand. Rückenwind liefert die 200-Tage-Linie bei 163,40 Euro, die klar überschritten bleibt und den übergeordneten Aufwärtstrend absichert.
Die Oszillatoren stützen die Erholung, ohne Überhitzung zu signalisieren. Der MACD hat die Signallinie von unten gekreuzt und dreht mit einem aktuellen Wert von 0,413 knapp ins Positive, während das Momentum bei 8,60 sichtbar aus dem Tief nach oben zeigt. Der RSI stand vor Redaktionsschluss bei 55,53 über seiner Signallinie von 47,27, hielt sich aber deutlich unterhalb der überkauften Zone.
Alles hängt nun am Ausbruch über die 100-Tage-Linie. Gelingt er, öffnet sich der Weg zu den Junihochs. Scheitert die Aktie dort erneut, droht ein Rücksetzer in die Zone um 165 Euro, wo die 200-Tage-Linie auffängt.
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Erstellung am 21.08.26 um 13:44 Uhr.
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