Jefferies sieht großes Potenzial: Warum die Amazon-Aktie vor dem KI-Ausbruch stehen könnte

Das US-Analysehaus Jefferies sieht in der Kooperation zwischen der Cloud-Sparte AWS und dem KI-Pionier OpenAI einen zentralen Wachstumstreiber für die Zukunft.
Werte in diesem Artikel
• Jefferies belässt Einstufung für Amazon auf "Buy" mit Kursziel von 320 US-Dollar
• Strategische Partnerschaft mit OpenAI sorgt für rasanten Ausbau der AWS-Infrastruktur
• Milliardeninvestitionen in künstliche Intelligenz dürften die Cloud-Wachstumsraten nachhaltig beschleunigen
AWS und OpenAI: Eine Allianz mit disruptivem Potenzial
Das renommierte Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für die Aktie des Tech-Konzerns Amazon auf "Buy" mit einem Kursziel von 320 US-Dollar belassen. In einer aktuellen Studie, die an die Kunden des Hauses ging, hob der federführende Analyst Brent Thill hervor, dass die Partnerschaft der Cloud-Computing-Plattform AWS mit dem KI-Entwickler OpenAI zwar noch in einem frühen Stadium, jedoch bereits ungemein vielversprechend sei. Ein jüngst ausverkauftes Event zu dieser Kooperation in New York City habe den Experten in seiner positiven Grundhaltung massiv bestärkt, gibt dpa-AFX Aussagen aus der Analyse wieder. Nach Einschätzung von Thill werde die Cloud-Sparte AWS in den kommenden Quartalen überproportional von den Fortschritten im Bereich der sogenannten agentischen künstlichen Intelligenz profitieren können.
Milliarden-Investitionen untermauern die globale KI-Infrastruktur
Die fundamentale Basis für diesen Optimismus wurde bereits im Februar dieses Jahres gelegt, als die beiden Giganten eine tiefgreifende Ausweitung ihrer Zusammenarbeit verkündeten. Amazon investiert im Rahmen dieses Abkommens insgesamt 50 Milliarden US-Dollar in OpenAI, wovon eine erste Tranche über 15 Milliarden US-Dollar bereits geflossen ist, während weitere 35 Milliarden US-Dollar an spezifische Bedingungen geknüpft sind. Zudem wurde der bestehende Infrastrukturvertrag um gigantische 100 Milliarden US-Dollar über eine Laufzeit von acht Jahren erweitert. Sam Altman, Mitbegründer und Chief Executive Officer von OpenAI, erklärte in der Pressemitteilung, dass die Kombination aus der Intelligenz der eigenen Modelle und der globalen Reichweite von Amazon dabei helfe, leistungsstarke KI-Systeme im realen Maßstab in die Hände von Unternehmen zu legen. Im Gegenzug verpflichtet sich OpenAI unter anderem dazu, rund zwei Gigawatt an Rechenleistung über die hauseigenen Trainium-Chips von AWS abzunehmen, um die Effizienz der KI-Produktion signifikant zu steigern.
Aktuelle Kursbewegung an den internationalen Finanzmärkten
Die Marktteilnehmer reagierten verhalten auf die positiven Kommentare des Analysten und die langfristigen Aussichten des Cloud-Sektors. An der NASDAQ verzeichnete die Amazon-Aktie am Donnerstag ein Plus von 2,90 Prozent auf 244,39 US-Dollar. Ausgehend vom Schlussstand von Mittwochabend gerechnet, sieht das Analysehaus immerhin ein Potenzial von fast 35 Prozent.
Ausblick und Fazit für zukunftsorientierte Anleger
Für langfristig orientierte Investoren könnte sich der Einstieg bei Amazon auf dem aktuellen Niveau als strategisch klug erweisen. Durch die enge Verzahnung mit OpenAI dürfte der Konzern in der Lage sein, seine Marktführerschaft im Cloud-Bereich erfolgreich zu verteidigen. Die enormen Investitionskosten für den Ausbau der Rechenzentren könnten zwar kurzfristig die Margen belasten, sollten sich langfristig jedoch durch steigende Einnahmen auszahlen. Wer an die Fortdauer des KI-Booms glaubt, für den dürfte das Wertpapier ein stabiles Basisinvestment im Technologiesektor bleiben.
Alexandra Hesse, Martina Köhler, Bettina Schneider, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.
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