BayWa: Ruhe vor dem Sturm?
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Um BayWa ist es zuletzt ruhiger geworden. Operativ kann die Tochter BayWa r.e. jetzt mit einem langfristigen Servicevertrag im Bereich der Batterie-Großspeicher punkten.
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Bei der BayWa-Tochtergesellschaft BayWa r.e. gibt es wieder positive Nachrichten. Das Unternehmen hat einen Service-Vertrag mit einer Laufzeit von acht Jahren für die Betriebsführung des Batteriespeicherprojekts Alfeld in Niedersachsen akquiriert. Auftraggeber ist der dänische Investmentfonds Scale Fund. Das Projekt in Alfeld gilt als einer der größeren Batteriespeicher in Deutschland und soll über eine Leistung von 137 Megawatt sowie einer Kapazität von 282 Megawattstunden verfügen.
Achtungserfolg oder mehr?
Ob dieses Projekt allerdings das Potenzial hat, die schwächere Geschäftsentwicklung bei BayWa r.e. zu kompensieren, ist fraglich. Zur Erinnerung: Mitte März meldete der Mutterkonzern BayWa, dass das Sanierungskonzept wegen einer schwächer als erwarteten Entwicklung bei der 51-Prozent-Tochter angepasst werden muss. In einer neuen mittelfristigen Planung von 2026 bis 2028 prognostizierte das Tochterunternehmen deutlich geringere Ergebnisse als noch im Sanierungsgutachten vom Juni 2025 angekündigt.
Wer den Schaden hat
Ende April machten daraufhin Gerüchte die Runde, die BayWa stehe aufgrund der schwächer als erwarteten Entwicklung bei der Tochtergesellschaft vor einer Finanzlücke im Sanierungsplan. In einem Medienbericht wurde von einem möglichen Schuldenschnitt berichtet, einhergehend mit dem Verzicht auf rund eine Milliarde Euro seitens der Gläubiger.
Fazit
Die Sanierung der BayWa ist komplex und weder für die Geschäftsführung noch für die Gläubiger ein Wunschkonzert. Dass das Unternehmen die kursierenden Gerüchte nicht kommentiert, ist legitim. Ein Update zum Stand der Sanierung wäre jedoch für die Aktionäre hilfreich. Die Aktie bewegt sich seit fast vier Monaten in einem Seitwärtskanal zwischen 2,60 und 3,10 Euro, nähert sich jedoch immer weiter dem unteren Ende der Range an. Für konservative Anleger gilt daher weiter erhöhte Vorsicht.
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Erstellung am 20.05.26 um 15:02 Uhr.
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