Bilfinger: Wann kommt die Wende am Bau?


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Bilfinger: Wann kommt die Wende am Bau?

Die Bilfinger-Aktie hat ihren Aktionären seit Jahresbeginn einen zweistelligen Verlust beschert. Die Fantasie neuer Impulse durch die Halbjahreszahlen scheint begrenzt.

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Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) sieht einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang im öffentlichen Bau. Im Mai kletterten die Aufträge immerhin um nominal 22,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hintergrund sollen einzelne Großprojekte sein. Dennoch: Laut dem ZDB kommt das Infrastruktur-Sondervermögen noch nicht flächendeckend an.

Dauerthema Sondervermögen

Ob sich der Infrastrukturanbieter Bilfinger zumindest einen Teil vom Kuchen abschneiden konnte, erfahren Anleger am 12. August bei Vorlage der Halbjahreszahlen für 2026. Oder auch nicht. Denn das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten zwar eine ganze Reihe interessanter Aufträge an Land gezogen, Pressemeldungen zu etwaigen Aufträgen, die im Zusammenhang mit dem Sondervermögen des Bundes stehen, gab es 2026 aber noch nicht.

EBITA-Marge im Blick

Auf neue Impulse durch die Halbjahreszahlen zu spekulieren, erscheint gewagt. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz nur um 4 Prozent auf 1.312 Mio. Euro, während das EBITA um 5 Prozent auf 60 Mio. Euro zulegte. 2026 wird mit einem Umsatz zwischen 5,4 und 5,9 Mrd. Euro kalkuliert, während die EBITA-Zielrange bei 5,8 bis 6,2 Prozent (Q1 2026: 4,6 Prozent) liegen soll. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich durch den strengen Winter Projekte verzögert hatten. Zudem sind die Margen im Q2 saisonal meist höher als im Q1. Das Hintertürchen für die Optimisten ist somit noch nicht zu.

Fazit

Über 20 Prozent Kursverlust hat Bilfinger den Aktionären im Börsenjahr 2026 bislang beschert. Wird die Mitte der Umsatzrange 2026 erreicht, könnte das für ein Ergebnis je Aktie von 5,50 Euro reichen. Auf Basis eines Aktienkurses von 83 Euro liegt das aktuelle KGV bei 15 und dürfte das Abwärtspotenzial für das Papier grundsätzlich begrenzen. Das setzt voraus, dass der zu Grunde gelegte Gewinn auch tatsächlich eingefahren wird. Die Halbjahreszahlen dürften aber die Visibilität für das Gesamtjahr erhöhen. Technisch kämpft die Aktie damit, die obere Begrenzung des Abwärtstrendkanals zu knacken. Eine Unterstützung gibt es im Bereich 79/80 Euro.

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Erstellung am 24.07.26 um 14:32 Uhr.

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