Brenntag: Das ist kurzfristig zu beachten
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Die Brenntag-Aktie hat seit Jahresbeginn kräftig zugelegt. Trotz angeschlagener Inlandskonjunktur werden die Analysten sukzessive optimistischer.
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Heute steht die Hauptversammlung bei Brenntag auf der Agenda. Während sich das konjunkturelle Umfeld für die Chemiebranche eher verhalten zeigt, ist die Brenntag-Aktie mit einem Kursgewinn von rund 20 Prozent seit Jahresbeginn aber gut in der Spur. Ein erfreulicher Aktienkurs wiederum sorgt für gute Stimmung bei den Aktionären. Zudem sollen die Anteilseigner trotz rückläufiger Ergebnisse 2025 eine Dividende von 1,90 Euro erhalten, kaum weniger als die 1,95 Euro, die es letztes Jahr gab. Das dürfte besonders den Großaktionär Klaus-Michael Kühne freuen.
Durchwachsenes Startquartal
Aktienkurse spiegeln bekanntlich Zukunftserwartungen wider. In der Gegenwart sieht es hingegen noch nicht so rosig aus. Im ersten Quartal 2026 verbuchte der Chemiehändler einen Umsatzrückgang um über 5 Prozent auf 3,7 Mrd. Euro. Das operative EBITDA sank sogar um gut 8 Prozent auf 306 Mio. Euro. Am Gesamtjahresausblick wird nichts geändert: Hier erwartet das Management ein operatives EBITDA von 1.150 bis 1.350 Mio. Euro.
Analysten heben den Daumen
Ungeachtet der schwachen Chemiekonjunktur werden Analysten sukzessive optimistischer für die Brenntag-Aktie. Das ist zwar sehr prozyklisch, muss aber nicht falsch sein. In der vergangenen Woche war es die Deutsche Bank, die das Kursziel für Brenntag auf 67 Euro (zuvor: 57 Euro) anhob. Die Kaufempfehlung wurde bestätigt. Etwas zurückhaltender ist das Analysehaus Jefferies: Heute wurde das Kursziel zumindest auf 56 Euro (zuvor: 42 Euro) angehoben. Das Rating bleibt bei „Hold“.
Fazit
Von der Hauptversammlung sind kurzfristig keine größeren Impulse zu erwarten. Anleger sollten jedoch beachten, dass das Papier morgen ex Dividende gehandelt wird. Größter Treiber für die Aktie bleiben die gestiegenen Preise für Chemikalien. Diese dürften selbst nach einem Friedensschluss am Golf noch auf hohem Niveau bleiben, da es einer gewissen Zeit bedarf, bis die globalen Lieferketten wieder reibungslos funktionieren. Technisch ist die Marke um 59/60 Euro zu beachten. Hält diese, könnte es weiter aufwärts gehen.
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Erstellung am 20.05.26 um 9:46 Uhr.
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