Meta-Aktie tiefrot: Umsatz deutlich tiefer als erhofft - Ausblick unter den Erwartungen
Der Techkonzern Meta hat im Rahmen der Berichtssaison seine Bücher geöffnet. So liefen die Geschäfte der Facebook-Mutter im zweiten Jahresviertel.
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Der Facebook-Konzern Meta Platforms hat die Wall Street mit seinem Ausblick auf das laufende Quartal enttäuscht.
Umsatzprognose bleibt hinter den Erwartungen zurück
Meta stellte für das laufende Quartal einen Umsatz zwischen 61 und 64 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten im Durchschnitt mit rund 63 Milliarden US-Dollar gerechnet.
Milliardeninvestitionen in KI gehen weiter
Bei der Prognose für die Investitionen in KI-Infrastruktur hob Meta lediglich das untere Ende der Spanne von 125 auf 130 Milliarden US-Dollar an. Die erwartete Obergrenze der Kapitalinvestitionen blieb unverändert bei 145 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2025 investierte der Konzern dafür rund 72 Milliarden US-Dollar.
Meta-Chef Mark Zuckerberg verfolgt das Ziel, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI, Alphabet und Elon Musks KI-Unternehmen xAI im Bereich Künstliche Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden Dollar zu investieren - selbst auf die Gefahr hin, zu viele Rechenzentrumskapazitäten aufzubauen. Einige Experten und Anleger bezweifeln allerdings, dass sich diese Ausgaben langfristig auszahlen werden.
Werbegeschäft finanziert den KI-Ausbau
Die hohen Investitionen werden weiterhin vom boomenden Werbegeschäft getragen. Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Umsatz im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden US-Dollar. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Gewinn von 15,85 Milliarden US-Dollar und damit 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Nutzerbasis wächst weiter
Auf mindestens eine Meta-App griffen zuletzt 3,6 Milliarden Nutzer zu. Drei Monate zuvor waren es noch 3,56 Milliarden gewesen. Zum Konzern gehören neben Facebook auch der Chatdienst WhatsApp, die Foto- und Videoplattform Instagram sowie Threads, eine Alternative zum Kurznachrichtendienst X.
Meta-Aktie sackt ab
Die Meta-Aktie wird am Donnerstag nach Zahlen von Anlegern fallen gelassen
Die Anleger dürften dabei nicht zuletzt das Thema Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Rentabilität im Auge haben.
Die Meta-Aktie verlor am Donnerstag im Handel an der NASDAQ 7,95 Prozent auf 539,03 US-Dollar.
Gründe für den Kursrückgang sind verfehlte Gewinnerwartungen, die als enttäuschend aufgenommene Umsatzprognose sowie die Sorgen wegen der hohen Investitionen.
Seit dem Rekordhoch von fast 800 US-Dollar würde der Verlust auf rund ein Drittel steigen. Damals war das Unternehmen mehr als zwei Billionen Dollar wert; inzwischen sind es wieder weniger als 1,5 Billionen. Da Unternehmenschef Zuckerberg auch viele Meta-Aktien hält, zählt er mit rund 200 Milliarden zu den vermögendsten Menschen der Welt.
JPMorgan-Experte: Klarheit zu Produkt-Pipeline und Ausgabenplanung fehlt
Meta übertraf nach Einschätzung des Jefferies-Experten Bent Thill mit dem Ergebnis die Erwartungen zwar leicht, doch zu den Investitionen in KI äußerte er sich kritisch. Der massive Ausbau im Bereich KI schreite weiter voran, noch bevor sich konkrete Erträge abzeichneten, monierte er. "Da keine Cloud-Deals angekündigt wurden und sich das Wachstum im dritten Quartal voraussichtlich erneut verlangsamen wird, bleibt die langfristige Kapitalrendite umstritten."
JPMorgan-Analyst Dough Anmuth bemängelte, dass es bei Meta an Klarheit gefehlt habe zu Produkt-Pipeline und Ausgabenplanung, auch wenn er das Potenzial etwa bei der Weiterentwicklung von Modellen und neuer Möglichkeiten der KI-Monetarisierung nach wie vor positiv sehe. "Investoren hatten sich mehr Klarheit über den Zeitplan und den Umfang neuer Geschäftsmöglichkeiten erhofft. Wir erfuhren jedoch kaum Neues", resümierte er.
KI-Wettlauf
Bei der Prognose für die Investitionen in KI-Infrastruktur hob Meta diesmal nur das untere Ende der Spanne von 125 auf 130 Milliarden Dollar an. Die erwartete Obergrenze bei den Kapitalinvestitionen blieb bei 145 Milliarden Dollar. 2025 gab der Konzern dafür gut 72 Milliarden aus.
Konzernchef Zuckerberg hat große Ambitionen, Rivalen wie den ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie Google und Elon Musks KI-Firma xAI bei Künstlicher Intelligenz zu überflügeln. Dafür ist er bereit, viele Milliarden auszugeben - selbst mit dem Risiko, zu viele Rechenzentren-Kapazitäten aufzubauen.
Einige Experten und Anleger zweifeln unterdessen, ob das Geld wieder verdient werden kann. Zuckerberg betonte dagegen in einer Telefonkonferenz mit Analysten, es gebe aktuell nicht annähernd genug Angebot an Rechenleistung gemessen an der Nachfrage. Er signalisierte erneut, dass Meta überschüssige Kapazitäten an andere verkaufen könnte.
Das Geld für den KI-Ausbau liefert nach wie vor das boomende Werbegeschäft des Facebook-Konzerns. Im vergangenen Quartal steigerte Meta den Umsatz im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 60,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich gab es einen Gewinn von rund 15,85 Milliarden Dollar - das waren 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Claudia Stephan, Thomas Zoller, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 03.08.26 | Meta Platforms (ex Facebook) Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 30.07.26 | Meta Platforms (ex Facebook) Kaufen | DZ BANK | |
| 30.07.26 | Meta Platforms (ex Facebook) Buy | UBS AG | |
| 30.07.26 | Meta Platforms (ex Facebook) Outperform | RBC Capital Markets | |
| 30.07.26 | Meta Platforms (ex Facebook) Neutral | JP Morgan Chase & Co. |
