Chef-Medienwächter: Geld von Internet-Riesen als Hilfe für Lokalmedien
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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Medienaufseher Thorsten Schmiege plädiert zum Schutz lokaler Medien für einen finanziellen Vielfaltsbeitrag der großen Digitalplattformen. "Warum soll nicht ein angemessener Anteil an die zurückfließen, von deren Inhalten große Plattformen letztlich wirtschaftlich profitieren", sagte Schmiege der "Augsburger Allgemeinen".
Die demokratische Funktion lokaler Medien sei "enorm". "Lokaljournalismus ist kein Nice-to-have, sondern demokratische Infrastruktur", sagte Schmiege. Er ist Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM). Die Medienanstalten kontrollieren und fördern in den Ländern private Radio- und Fernsehanbieter sowie Online-Plattformen. Schmiege ist auch Präsident der Bayerischen Landesmedienzentrale (BLM).
Schmiege befürchtet Verschwinden von Vielfalt
Gerade im Lokalen seien die Möglichkeiten der Einnahmen am freien Markt besonders begrenzt, sagte Schmiege. Lokale Information könne sich über Werbung allein kaum mehr ausreichend finanzieren. "Ein Vielfaltsbeitrag muss daher gezielt dort ankommen, wo sonst Vielfalt verschwinden würde."
Ob und wie Medien durch Geld von den KI-Riesen und Plattformen unterstützt werden solle, wird seit langem kontrovers diskutiert. Der parteilose Medienstaatsminister der Bundesregierung, Wolfram Weimer, macht sich auf Bundesebene für eine Digitalabgabe stark. In der Koalition ist dies aber umstritten. So ist zum Beispiel CSU-Parteichef Markus Söder gegen eine solche Art der Abgabe. Auch Schmiege meint: Der Ansatz einer Digitalabgabe sei aus Sicht der Medienwirtschaft zwar "plausibel", es gebe aber auch Hürden./fd/DP/nas
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