Commerzbank-CEO zeigt sich "irritiert" über Unicredit-Vorwürfe

15.06.26 12:31 Uhr

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DOW JONES--Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp hat Anschuldigungen von Unicredit rund um das Übernahmeangebot der italienischen Bank zurückgewiesen. "Wir haben nur die Fakten dargestellt, und werden das auch immer wieder tun", sagte sie bei einer Veranstaltung in Frankfurt. Es solle nicht der Eindruck entstehen, dass es sich bei der Offerte der Unicredit um ein attraktives Angebot handelt. Von der Mitteilung der Unicredit am Morgen sei sie "etwas irritiert." Die indirekte Drohung der Unicredit, den Vorstand mit Hauptversammlungsmehrheit auszutauschen, nannte sie "bemerkenswert".

Unicredit hatte der Commerzbank vorgeworfen, "die Integrität des Übernahmeverfahrens zu beeinträchtigen und bei Stakeholdern für Verwirrung zu sorgen".

"Für uns bleibt es dabei, dass die Aktionäre entscheiden sollten, was mit der Bank passieren soll", sagte Orlopp. Die Aktionäre hätten Anrecht auf eine Prämie, die das Angebot nicht biete. Für etwaige Gespräche zeigte sie sich weiterhin offen, wenn die Voraussetzungen stimmten. Derweil konzentriere man sich auf die eigene Strategie.

Den Satz der Unicredit, sie wäre mit einer ausreichenden Unterstützung in der Hauptversammlung "in der Lage, sämtliche Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu wählen, der seinerseits für die Bestellung des Vorstands zuständig wäre", nannte Orlopp "bemerkenswert". Die Unicredit habe ja immer gesagt, dass laufende Angebot diene eigentlich nicht dazu, die Kontrolle zu erlangen. Orlopp verwies auch auf die Vereinbarung mit dem Bund, dass der deutsche Staat, so lange er Anteile an der Commerzbank halte, das Anrecht habe, zwei Vertreter der Kapitalseite für den Aufsichtsrat vorzuschlagen.

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DJG/mgo/kla

(END) Dow Jones Newswires

June 15, 2026 06:31 ET (10:31 GMT)

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